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Autor: Robert Andreasch

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„Wir brauchen keinen Verfassungsschutz, sondern wir brauchen Menschen, die ihre Verfassung selber schützen, sie ernst nehmen, weil Meinungs-, Presse- und Demonstrationsfreiheit fundamentale Freiheitsrechte sind. Wir brauchen Zivilcourage und Menschen, die sich nicht einschüchtern lassen. Wir brauchen Menschen, die gegen Nazis, Faschisten und Rassisten arbeiten. Wenn jeder von uns einen Schritt weiter geht, als er sich ursprünglich vorgenommen hat, dann mache ich mir auch keine Sorgen!“

Die „treue Seele“ der NPD und der „Nazi“ aus Basel arbeiten nun für die AfD

Petr Bystron (links) und sein Nachfolger im Amt des AfD-Landesvorsitzenden, Martin Sichert (rechts). Foto: Robert Andreasch
Petr Bystron (links) und sein Nachfolger im Amt des AfD-Landesvorsitzenden, Martin Sichert (rechts). Foto: Robert Andreasch

Der Münchner AfD-Bundestagsabgeordnete Petr Bystron umgibt sich mit Mitarbeiter_innen, die zum Teil einen extrem rechten bis neonazistischen Hintergrund haben.

Grauzonen – Bildungsmaterial zu rechten Lebenswelten

Die „Agentur für soziale Perspektiven“ hat mit „Grauzonen – Rechte (jugendliche) Lebenswelten in Musik und im Sport“ einen über 400 Seiten starken Ordner als methodisch-didaktische Handreichung herausgegeben, der eine Auseinandersetzung mit den Thematiken in unterschiedlichen Kontexten (schulisch und außerschulisch) ermöglicht.

OSS: „Ausländerfeindlich“ oder „ausländerkritisch“?

Am 13. und 14. Juli 2016 beschäftigte sich der Staatsschutzsenat des Oberlandesgericht München im Prozess gegen die „Oldschool Society“ (OSS) mit der Vernehmung des Umfelds von Denise Vanessa G. und ihres Lebensgefährten und Mitangeklagten Markus W. und einer BKA-Beamtin, die die Facebook-Auftritte der Gruppe auswertete. Der Richter bemühte sich um Klärung, ob man sich bei der „Oldschool Society“ nun „ausländerfeindlich“ oder „ausländerkritisch“ äußerte.

Geheimrat vor Gericht.

 In München läuft der Prozess gegen Mitglieder der „Oldschool Society“.

Angeklagte und nicht Angeklagte:



Andreas H. aus Augsburg firmierte als „Präsident“ der seit spätestens 2014 bestehenden Gruppe. In einem abgehörten Telefonat erwiderte er auf den Vorschlag, eine Nagelbombe in einer Geflüchtetenunterkunft zu zünden: „Tät mir schon gefallen, wär schon nach meinem Geschmack“. Die Idee hierzu hatte „Vizepräsident“ Markus W. geliefert, der in Sachsen ein Sicherheitsgewerbe aufzubauen versuchte. „Deswegen habe ich schon gedacht, hier, so ein Cobra 11, hier, weißt Du, hier Dachpappenstifte draufmachen mit Sekundenkleber ringsum, (…) im Asylheim so, weißt Du, Fenster eingeschmissen und dann das Ding hinterhergejagt“. Die „Cobra 11“-Sprengsätze soll W.s Freundin Denise Vanessa G. besorgt haben, die bei der OSS den Posten der „Schriftführerin“ innehatte. Olaf O. aus Nordrhein-Westfalen agierte als „Pressesprecher“, innerhalb der Gruppe soll er massiv für militante Aktionen plädiert haben: „Asylantenheim, Antifaquartier oder Ölaugen umschuppen“. O. schlug vor, die OSS solle einen Anschlag auf den Kölner Dom begehen, um ihn „Ausländern und Salafisten in die Schuhe zu schieben“.

Die Bundesanwaltschaft hat schlussendlich nur diese vier Neonazis aus dem inneren Zirkel der OSS, dem sogenannten „Geheimrat“, angeklagt, aber z. B. nicht „Sprengmeister“ Kevin L. (Limburg), der eine Moschee angreifen wollte, oder den OSS-Postfachinhaber Florian W. Die Struktur der „Oldschool Society“ wurde durch die Razzien und Festnahmen nicht zerschlagen: ein Teil der ehemaligen OSS-Mitglieder ist unter dem Namen „Odins Germanische Familie“ weiter zusammen aktiv.

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