Am heutigen Freitag ist der Geschichtsrevisionist Gerd Schultze-Rhonhof (Buxtehude) zu einer geschlossenen Veranstaltung des Altherrenverbands der ultrarechten Münchner Burschenschaft in deren Haus in München-Bogenhausen eingeladen. Mit "Plädoyer für einen zeitgeschichtlichen Perspektivenwechsel" ist die Veranstaltung (Moderation: Bernd Kallina, Burschenschaft Danubia, NPD-Funktionär, Witikobund) nur schlecht getarnt, geht es doch um die in neofaschistischen Kreisen beliebte Leugnung der deutschen Schuld am 2. Weltkrieg.
Kategorie: Rechte in München

Hier finden Sie sämtliche Meldungen zu rechten Aktivitäten in der bayerischen Landeshauptstadt München und Umgebung.
Auch in diesem Jahr rufen die NPD Oberbayern mit ihrem Bezirksvorsitzenden Roland Wuttke und die Kameradschaft München mit Norman Bordin zu einer Kundgebung bzw. Mahnwache auf. Unter dem Motto "8. Mai: Besiegt und besetzt. Wir feiern erst, wenn wir wieder frei sind", wollen sie ihre revanchistischen und nazistischen Parolen verbreiten.
Mit einem Rechtsrockkonzert wollten sich die Band "Feldherren" und andere Gruppen offenbar am 30. April 2006 aus dem zum 1. Mai 2006 gekündigten Übungsraum im Allacher Hochbunker an der Lautenschlägerstraße verabschieden.
Die auf den Ottobrunner Norman Bordin (Kameradschaft München, Aktionsbüro Süddeutschland, Pro München) eingetragene homepage des sog. "Nationalen Infoportals Bayern" überrascht Ihre BesucherInnen heute (am Geburtstag Adolf Hitlers) mit einem klar nationalsozialistischen Bekenntnis:
Neonaziaktivist Bordin meldet mehrere Kundgebungen auf dem Münchner Marienplatz bis zum Jahr 2015 an!
Nach den Vorstellungen des Kameradschaftführers und NPD Funktionärs Norman Bordin sollen auf dem Marienplatz jährlich mindestens drei neonazistische Kundgebungen stattfinden und zwar bis 2015 regelmäßig.
Mit einer "Vorratsanmeldung" hat Bordin beim Kreisverwaltungsreferat (KVR) bereits Ende 2004 Versammlungen bis zum Jahr 2015 zu drei markanten Daten angemeldet:
Im Vorfeld einer antifaschistischen Veranstaltung wurden in der Nacht vom 11. auf den 12. Januar 2006 im Münchner Stadtteil Westend die Außenwände des Kulturladens mit Hakenkreuzen und SS-Zeichen beschmiert. Nachdem auch das Datum 14. Januar 2006 sowie die Abkürzungen „SS/SA/NS“ und das Hakenkreuz auftauchen, ist ein Zusammenhang mit dem für Samstag angekündigten Aufmarsch sogenannter „Autonomer Nationalisten“ um die Neonazis Hayo Klettenhofer und Philipp Hasselbach nicht von der Hand zu weisen.
Am Donnerstagabend, 2. Juni, fanden in München mehrere Veranstaltungen von Neonazis statt. Ursprünglich kündigte der Politische Informations Club (PIC) eine Veranstaltung in der Gaststätte "Freundschaft" an, die jedoch kurzfristig in den "Meisterverein" in der Friedenstraße verlegt wurde. Rund 80 AntifaschistInnen protestierten dagegen. Zeitgleich fand eine weitere Neonazi-Veranstaltung in der Laimer Gaststätte "Waldfrieden" statt, bei der unter anderem Norman Bordin (NPD München, Kameradschaft München) anwesend war.
Der "Politische Informations Club" (PIC) kündigt für Donnerstag, den 2. Juni 2005 eine Veranstaltung in Giesing zum Thema "Aufrechter Gang oder Kriechspur? Der Weg durch den Schutt der Zeit" an. Als Referent ist Sven Eggers, verantwortlicher Redakteur der Nationalzeitung, angekündigt.
Entgegen der Ansicht des Münchner Kreisverwaltungsreferats und des Verwaltungsgerichts München hat der Bayerischer Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) die von Norman Bordin für den 8. Mai 2005 angemeldete Neonazi-Kundgebung auf dem Münchner Marienplatz unter dem Motto "Tag der Ehre, nicht Tag der Befreiung" erlaubt bzw. ein vorheriges Verbot aufgehoben.
Nur rund 250 Neonazis haben sich zur Demonstration in München eingefunden, also nur die Hälfte der ursprünglich angekündigten TeilnehmerInnenzahl. Auf ihren Anmelder Norman Bordin mussten die Neonazis anfänglich verzichten, dieser wurde bereits morgens festgenommen, da er Pfefferspray bei sich trug. Er kam erst gegen 15 Uhr wieder frei. Sein Stellvertreter Hayo Klettenhofer wurde später ebenfalls festgenommen.
Um den Neonazi-Aufmarsch am Samstag den 2.4. möglichst unbehelligt von antifaschistischen Protesten durchführen zu können, haben sich die Anmelder der Demonstration und die Münchner Behörden offenbar auf eine neue Route und veränderte Zeiten verständigt.
Wie eine Aktionsseite gegen die Neonazi-Demo am 2. April berichtet, scheinen die Neonazis mit der haarsträubenden Argumentation die Rechtsrock-Konzerte seien "gesungene Redebeiträge" tatsächlich beim Münchner Kreisverwaltungsreferat durchgekommen sein. Auflage sei lediglich, die Texte vorher abzugeben, um sicherzustellen, dass der Bezug zum Motto der Demo gegeben sei.

