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Nächste Strafe wegen Beerdigungs-Randale

Passau. Der Regensburger NPD-Kreisvorsitzende Willi Wiener ist rechtskräftig zu einer Geldstrafe wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verurteilt worden. Er war bei der Beerdigung des Nazis Friedhelm Busse im Juli letzten Jahres gegen einen Polizisten tätlich geworden.

Wiener hatte gegen einen entsprechen Strafbefehl zunächst Widerspruch eingelegt, damit wäre es zu einer Hauptverhandlung am Amtsgericht Passau gekommen. Wie regensburg-digital aber meldet, ist der Strafbefehl laut Bestätigung der Staatsanwaltschaft Passau jedoch mittlerweile rechtskräftig. Der Regensburger NPD-Chef (Jahrgang 1972) muss demnach 50 Tagessätze bezahlen. Im Dezember 2007 war Wiener wegen einer illegalen Demonstration zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt worden.

Beim Begräbnis des Nazis Friedhelm Busse hatten etwa 30 Neonazis den Journalisten Robert Andreasch angegriffen und erheblich verletzt. Anschließend zogen die Rechtsextremisten durch die Passauer Innenstadt und gingen auf Passanten und Polizisten los. Im Januar war ein 19-Jähriger zu einem Jahr Jugendstrafe mit Bewährung verurteilt worden, der bei dem Begräbnis auf den Journalisten eingetreten hatte. Mitte April wurde der Münchner Neonazi Philipp Hasselbach ebenfalls im Zusammenhang mit dem Angriff auf den Journalisten zu drei Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.

Der Prozess gegen den norddeutschen Neonazi Thomas Wulff, der mit dem Ablegen einer Hakenkreuz-Fahne auf dem Busse-Sarg für Aufsehen gesorgt hatte, ist inzwischen auf den 15. Juni verschoben worden. Im Sommer muss sich Wulff darüber hinaus wegen Volksverhetzung vor dem Landgericht Bochum verantworten. Wulff war Anfang April wieder in den NPD-Parteivorstand gewählt worden.

 

Dieser Artikel erschien am 11. Mai 2009 zunächst bei redok.de. Die Veröffentlichung bei a.i.d.a. erfolgt mit freundlicher Genehmigung.

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