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NPD-Kommunalwahlkampf in Fürth

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Matthias Fischer auf einer Kundgebung in München

Fürth ist neben dem ebenfalls mittelfränkischen Pappenheim die einzige Stadt in Bayern, in der die NPD unter ihrem Parteinamen zur Kommunalwahl antreten will. Da sie dafür über 380 Unterstützungsunterschriften benötigt, trat sie in den letzten Wochen verstärkt mit Briefkastenverteilungen, Infoständen und Kundgebungen an die Öffentlichkeit.

So hielt die NPD Fürth zusammen mit der JN Mittelfranken am 29. Dezember 2007 eine Kundgebung mit etwa 30 Personen auf dem Fürther Bahnhofsvorplatz ab. Auch dort war das Thema der Überfall auf einen Rentner in der Münchner U-Bahn, den die extrem Rechten für ihre rassistische und ausländerfeindliche Propaganda landesweit ausnutzen wollen. Da die NPD-Veranstaltung erst kurzfristig bekannt wurde, gab es nur geringe Proteste, doch die Polizei sperrte gleichmal sicherheitshalber den halben Platz mit Gittern ab. AntifaschistInnen verteilten Flugblätter mit Informationen über die NPD.

Am 5. Januar gab es erneut einen Infostand der NPD von 9 bis 13 Uhr in der Fürther Innenstadt, dem dann eine Kundgebung "Gegen Ausländergewalt und Inländerfeindlichkeit" mit ca. 50 TeilnehmerInnen auf dem Bahnhofsplatz folgte. das Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus rief an diesem Tag zu Protesten auf und demonstrierte gegen die NPD-Aktivitäten.

Die Kandidatinnen- und Kandidatenliste des Fürther NPD-Kreisverbandes wird angeführt von Matthias Fischer. Fischer ist auch Bezirksvorsitzender der NPD-Mittelfranken und im Landesvorstand der bayerischen NPD zuständig für die Abteilung "Freie Kameradschaften". Dies aus gutem Grund, denn Fischer war Kopf der im Jahre 2004 verbotenen "Fränkischen Aktionsfront" (FAF), aktiver Dachverband der militanten Kameradschaften in Franken, mit besten Kontakten zur "Kameradschaft Süd" des Martin Wiese in München. Fischer wurde vor wenigen Monaten nicht zuletzt  dadurch bundesweit bekannt, dass er in einem Beitrag des ARD-Magazins Panorama zusammen mit Norman Bordin zu sehen war. Die verdeckt gedrehten Filmaufnahmen zeigten die beiden NPD-Kader beim Hitlergruß während eines Rechtsrock-Konzerts der neonazistischen "Blood & Honour"-Organisation in Budapest.

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