AntifaschistInnen haben angekündigt, am Samstag, 14. Januar 2006, mit zwei Kundgebungen gegen den Aufmarsch der neonazistischen "Autonomen Nationalisten" zu protestieren. Für 11.30 Uhr rufen verschiedene antifaschistische Gruppen zu einer Gedenkkundgebung in der Zenettistraße im Münchner Schlachthofviertel auf. Um 14 Uhr findet dann auf dem Sendlinger Tor Platz eine Protestkundgebung gegen den Neonazi-Aufmarsch statt, zu dem unter anderem die Gewerkschaft ver.di und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN/BdA) aufrufen.
Kategorie: Aktuelles
Auch aus der Region Rosenheim mobilisieren mehrere Organisationen gegen den Neonazi-Aufmarsch am 14. Januar 2005 in München. Gegen einen geringen Unkostenbeitrag können AntifaschistInnen aus der Region gemeinsam mit einem Bus zu den Gegenaktivitäten in München fahren. Im folgenden dokumentieren wir die Pressemitteilung des Bündnisses.
Die für den 7. Januar 2006 in Dorfen angekündigte Demonstration der NPD wurde abgesagt. Aus "strategischen Gründen" wie Norman Bordin verlauten ließ. Es ist dies das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit, dass die NPD eine geplante und angekündigte Demonstration abgeblasen hat. Bereits am 17. Dezember 2005 wollten die Rechtsextremen in Dorfen auflaufen.
Kurz vor dem Jahreswechsel haben wir noch einige Änderungen auf unserer Website vorgenommen. Neben einigen technischen Neuerungen hat dabei auch unsere Rubrik "Web-Links" eine Überarbeitung erfahren. Darin finden sich nun deutlich mehr Rubriken und eine ganze Reihe neuer Links zu Initiativen, Organisationen, kostenlosen Online-Zeitungsarchiven und anderen Recherchequellen.
Die Antifaschistische Informations-, Dokumentations- & Archivstelle München (A.I.D.A.-Archiv e. V.) hat jetzt unter dem Titel „Sprengstoff in München. Martin Wiese, Kameradschaft Süd, NPD“ eine detailreiche Broschüre mit zahlreichen Abbildungen herausgebracht. Inhaltlicher Schwerpunkt sind die Vorgänge um die Kameradschaft Süd. Weitere Themen: neonazistische AktivistInnen und Gruppen in München, "Freie Kameradschaften" und "Autonome Nationalisten", NPD/JN sowie Hintergründe und Folgen des Neonazi-Übergriffs bei einer Geburtstagsparty in der Gaststätte "Burg Trausnitz" im Jahr 2001.
Laut eigenen Angaben hat die NPD ihre Kundgebung in Dorfen am 17.12.2005 gegen das Jugendzentrum abgesagt. Als Grund nennt die extrem rechte Partei den Auflagenbescheid. Stattdessen ist ein Aufmarsch für den 7. Januar 2006 angekündigt.
Unter dem Titel „Unheilige Allianzen – Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus Satanismus, Heidentum, Neonazismus“ hat der Unrast Verlag ein Buch über Black Metal und dessen Verbindungen zum Neonazismus herausgebracht.
Black Metal gilt als Inbegriff des Bösen. War der antichristliche Gestus der frühen Black-Metal-Bands in den 1980er-Jahren noch Provokation, wurde mit der Renaissance des Black Metals ein Jahrzehnt später daraus blutige Realität. Dem Christentum wurde der Krieg erklärt und Kirchenbrandstiftungen, Friedhofsschändungen, Gewalttaten und Morde prägen bis heute das Image der Szene. Black Metal hat Stars hervorgebracht, die sich mit der Inszenierung des Bösen im Pop etabliert haben. Doch jenseits dieses Mainstreams entwickelte sich eine brisante Mischung aus Nazi-Satanisten und völkischen Germanophilen, die zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Ein antifaschistisches Bündnis ruft zum Protest gegen die für den 10., 17. und 24. Dezember 2005 in Regensburg angemeldeten Neonazi-Aufmärsche auf. Für den 10. Dezember ist von 12 bis 13 Uhr eine Gegenkundgebung am Dachauplatz angemeldet. Am 17. Dezember findet eine Antifa-Demo unter dem Motto "Enough is enough" statt.
Am Samstag, 22. Oktober 2005 organisierte der NPD-Funktionär Norman Bordin ein Neonazikonzert der verbotenen Gruppierung „Blood & Honour“ in Mitterskirchen (Niederbayern). Die bayerische Polizei war vor Ort, übersah aber geflissentlich die zahlreichen Straftaten, die Neonazis bei dieser Gelegenheit begingen.
Bereits am 9. November 2005 verherrlichte Norman Bordin bei Kundgebung in München die Hitler-Putschisten. Auch hier war die Polizei vor Ort, griff aber nicht ein. Die Beweise für beides hat „Spiegel-TV“ (RTL) in seiner gestrigen Sendung am Sonntag, 13.11.2005, gesendet.
Die Grundlage von Neonazi-Propaganda liefern Bücher, Musik-CDs, Videos, Kleidung und NS-Devotionalien. Zur Ideologisierung und Untermauerung der rechten und neonazistischen Argumentation tragen Dutzende rechter bis neo-faschistischer Verlage bei. Diese nimmt die Zeitschrift Der Rechte Rand in seiner aktuellen Ausgabe unter die Lupe.
Ebenfalls in dieser Ausgabe findet sich ein Artikel zu den Aktivitäten der Kameradschaft „White Rebells Franken“ in der nordbayerischen Provinz. Ein weiterer Beitrag beschäftigt sich mit den Hammerskin-Nazi-Konzerten, Sonnwendfeiern und NPD-Veranstaltungen in Mitterskirchen in Niederbayern und dem dahinterstehenden Freizeitverein Südbayern e.V..
Begegnungen mit den ehemaligen Häftlingen der Konzentrationslager waren die beeindruckendsten Momente bei den Gedenkfeiern zum 60. Jahrestag der Befreiung.
„Begegnungen“ heißt auch der Bildband von Mark Mühlhaus, der anlässlich des 60. Jahrestags der Befreiung vom deutschen Faschismus herausgegeben wurde.



