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A.I.D.A.-Broschüre: „Sprengstoff in München. Martin Wiese, Kameradschaft Süd, NPD“

Die Antifaschistische Informations-, Dokumentations- & Archivstelle München (A.I.D.A.-Archiv e. V.) hat jetzt unter dem Titel „Sprengstoff in München. Martin Wiese, Kameradschaft Süd, NPD“ eine detailreiche Broschüre mit zahlreichen Abbildungen herausgebracht. Inhaltlicher Schwerpunkt sind die Vorgänge um die Kameradschaft Süd. Weitere Themen: neonazistische AktivistInnen und Gruppen in München, "Freie Kameradschaften" und "Autonome Nationalisten", NPD/JN sowie Hintergründe und Folgen des Neonazi-Übergriffs bei einer Geburtstagsparty in der Gaststätte "Burg Trausnitz" im Jahr 2001.

Vor zwei Jahren, zum 9. November 2003 wollten Münchner Neonazis der „Kameradschaft Süd“ die Grundsteinlegung für das neue jüdische Gemeindezentrum am St.-Jakobsplatz in München angreifen. Die Pläne flogen auf, der lokale und internationale Medienwirbel war enorm. Informationen und Fakten wurden allerdings weniger publiziert. Spätestens seit dem Ende der Prozesse gegen Martin Wiese & Co. ist das Thema rechtsterroristischer, rechter und antisemitischer Gewalt vollständig aus den Münchner Medien verschwunden.

Das A.I.D.A.-Archiv hat jetzt unter dem Titel „Sprengstoff in München. Martin Wiese, Kameradschaft Süd, NPD“ eine Broschüre veröffentlicht, die die Vorgänge um die „Kameradschaft Süd“ noch einmal aufrollt: Mitglieder der Schutzgruppe und ihre Aktivitäten, der Waffen- und Sprengstoffbeschaffung, die Attentatsvorhaben und schließlich die Prozesse gegen einen Teil der Beschuldigten.

Die Ungereimtheiten um die Bespitzelung der Münchner Linken durch die neonazistische Anti-Antifa-AG und die Aktivitäten des französischen Rechtsterroristen und V-Mann des bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz, Didier Magnien, werden hier noch einmal aufgeführt und mit Recherchen belegt.

Auch aktuelle Bezüge fehlen in der mit Unterstützung des Kurt-Eisner-Vereins herausgegebenen Publikation nicht: Der heutige Kameradschaftsführer Norman Bordin sowie der NPD-Kreisvorsitzende Roland Wuttke werden portraitiert und zahlreiche Neonazi-Gruppen aus München und Bayern charakterisiert. Dabei werden auch Verbindungslinien der heute aktiven neonazistischen Gruppen und Aktivisten zur rechtsterroristischen Struktur um Martin Wiese deutlich.
Die Broschüre enthält neben solchen materialreichen Artikeln auch eine ausführliche journalistische Reportage über Anklam, die Heimatregion Martin Wieses und die dortigen neonazistischen Aktivitäten.

Die AutorInnen von A.I.D.A. geben den LeserInnen durch das veröffentlichte Material auch einen Einblick in die vielfältige Sammlung des antifaschistischen Archivs: ein internes Foto einer Nazi-Veranstaltung ist dort ebenso zu finden, wie ein Protokoll der NPD, Bilder von neonazistischen Demonstrationen oder eine Pass-Kopie des V-Manns Didier Magnien.

A.I.D.A.-Archiv (Hg.)
Sprengstoff in München. Martin Wiese, Kameradschaft Süd, NPD.
40 S., zahlr. Abb.

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