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a.i.d.a. Archiv München Posts


Pressemitteilung vom 10. Mai 2005:
Bordin meldet für 17.8. und 9.11.05 Mahnwachen an

Erneut Neonazis auf dem Münchner Marienplatz: Wie AIDA e.V. erfahren hat, hat der Anführer der Kameradschaft München und NPD-Mitglied Norman Bordin erneut Mahnwachen für den Marienplatz angemeldet. Geplant sind die beiden Mahnwachen einerseits für den 17. August, den Jahrestag des Selbstmords des Kriegsverbrechers Rudolf Hess, und andererseits für den 9. November, den Jahrestag des Marsches auf die Feldherrnhalle und der Reichspogromnacht. Für diese beiden Daten hat Bordin bereits bis ins Jahr 2015 Anmeldungen getätigt.

Bayerischer Verwaltungsgerichtshof hebt Neonazi-Kundgebungsverbot auf

Entgegen der Ansicht des Münchner Kreisverwaltungsreferats und des Verwaltungsgerichts München hat der Bayerischer Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) die von Norman Bordin für den 8. Mai 2005 angemeldete Neonazi-Kundgebung auf dem Münchner Marienplatz unter dem Motto "Tag der Ehre, nicht Tag der Befreiung" erlaubt bzw. ein vorheriges Verbot aufgehoben.

Rosenheim: Proteste gegen das Treffen der Gebirgsjäger

Mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen mobilisieren Rosenheimer AntifaschistInnen seit April gegen das alljährliche Pfingsttreffen der Gebirgsjäger in Mittenwald. Für die Fahrten nach Mittenwald wurden Busse organisiert. Vom 11. bis 28. Mai ist im Jugendzentrum Turmcafe‘ die Ausstellung „Hellas unterm Hakenkreuz“ zu sehen, die über die historischen Hintergründe des Protestes informiert.

Mörder unterm Edelweiß

ImageAm 28. April 2005, ab 19 Uhr findet im EineWeltHaus eine Veranstaltung gegen das jährliche Traditionstreffen der Gebirgsjäger in Mittenwald unter dem Motto „Mörder unterm Edelweiß – Kriegsverbrechen und Traditionspflege der deutschen Gebirgstruppe“ statt, die das A.I.D.A.-Archiv gemeinsam mit dem AK Angreifbare Traditionspflege, dem AStA der Uni München und der VVN durchführt.

Protest gegen Allerseelenkonzert in Rosenheim weitet sich aus

Während der Rosenheimer "Club Blackout" bislang am Konzert der Gruppe Allerseelen am 16.4.2005 festhält und den Auftritt im Internet als wie geplant stattfindend ankündigt, formiert sich in in der Stadt breiter Widerstand dagegen. In zwei Resolutionen stellen sich jetzt auch der Stadtjugendring Rosenheim und die SPD Rosenheim gegen den Auftritt von Allerseelen. Mittlerweile haben bereits zwei Bands ihre geplanten Gigs im Blackout aus Protest abgesagt.

Haftstrafe für Nürnberger Neonazi

Das Landgericht Nürnberg hat am Mittwoch 6.04.2005 den 46-jährigen Gerhard
Ittner
zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt.
Er wurde der Volksverhetzung, Beleidigung und Verunglimpfung des Staates für
schuldig befunden. Wann allerdings Ittner seine Haftstrafe antreten wird ist derzeit unklar, vor anderthalb Wochen tauchte der selbsternannte "Reichssachwalter" unter und wird nun per Haftbefehl gesucht.

Wenig Nazis, viele GegendemonstrantInnen

Nur rund 250 Neonazis haben sich zur Demonstration in München eingefunden, also nur die Hälfte der ursprünglich angekündigten TeilnehmerInnenzahl. Auf ihren Anmelder Norman Bordin mussten die Neonazis anfänglich verzichten, dieser wurde bereits morgens festgenommen, da er Pfefferspray bei sich trug. Er kam erst gegen 15 Uhr wieder frei. Sein Stellvertreter Hayo Klettenhofer wurde später ebenfalls festgenommen.  

Weg den braunen Dreck!

"Weg den braunen Dreck! Heute hier, morgen in München und vom 8.-13. Mai überall!" heißt es heute morgen auf der Website der JN München. Offenbar ist die Website der "Datenantifa" zum Opfer gefallen, daher gibt es heute ausnahmsweise statt der üblichen neonazistischen Tiraden einen Aufruf zu den antifaschistischen Gegenaktivitäten am 2. April in München zu lesen.

KVR ermöglicht Rechtsrockkonzert?

Wie eine Aktionsseite gegen die Neonazi-Demo am 2. April berichtet, scheinen die Neonazis mit der haarsträubenden Argumentation die Rechtsrock-Konzerte seien "gesungene Redebeiträge" tatsächlich beim Münchner Kreisverwaltungsreferat durchgekommen sein. Auflage sei lediglich, die Texte vorher abzugeben, um sicherzustellen, dass der Bezug zum Motto der Demo gegeben sei.

19.3.05: NPD-Mahnwache statt Demonstration

Wochenlang hatte die NPD anlässlich des zweiten Jahrestages des Irakkrieges eine Demonstration in München angekündigt. Nachdem sich aber die Hauptorientierung der Neonazis an diesem Tag auf die sogenannte Gedenkdemonstration in Würzburg und die dort für den Abend geplante Kameradschaftsveranstaltung richtete, reichte die Organisierungs- und Mobilisierungsfähigkeit in Bayern wohl „nur“ noch für eine Mahnwache.

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