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„Deutsche Partei“ im Sturzflug?

Die extrem rechte Splitterpartei "Deutsche Partei – die Freiheitlichen" befindet sich anscheinend in der organisatorischen Auflösung. Nach mehreren Führungswechseln, Streitigkeiten über die politisch-strategische Ausrichtung und internen juristischen Auseinandersetzungen verlassen derzeit Dutzende von Mitgliedern die Organisation.

So hat, wie auf der Internetseite zu lesen ist, fast der gesamte bayerische Landesvorstand der DP die Partei mittlerweile verlassen, der Landesschriftführer ist unauffindbar ("unbekannt verzogen" heißt es dort). Die Bezirksverbände Niederbayern und Oberfranken, die Kreisverbände Cham und Regensburg haben demnach ihre Arbeit mangels Mitgliedern derzeit eingestellt.

Ehemalige Mitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet trafen sich indes bereits Mitte Oktober zu einem Strategietreffen im thüringischen Oberhof. Dort wurde "das nationalfreiheitliche Sammlungsprojekt Deutsche Partei" für gescheitert erklärt. In einer gemeinsamen Erklärung mit der Bemerkung "Altes vergeht – Neues entsteht" rufen die Ex-DPler aber bereits für Ende Januar/Anfang Februar 2008 zur Gründung einer neuen "National Freiheitlichen Sammlungsbewegung" auf.

Einige bayerische Mitglieder der DP haben jedoch schon vor längerem eine (vorläufige) neue politische und organisatorische Heimat gefunden. Unter anderen sind Stefan Werner und Wolf-Peter Bombolowsky bereits seit Anfang 2006 in der so genannten "Bürgerbewegung Pro München – patriotisch und sozial e. V." aktiv. Auch Wolfgang Bukow, ehemaliger stellvertretender Landesvorsitzender der DP, unterstützt die von "Pro München" geplante Teilnahme an den Kommunalwahlen in München.

Insbesondere Mitglieder des bayerischen Landesverbandes hatten sich in den letzten Jahren für eine Zusammenarbeit aller Kräfte der extremen Rechten wie NPD, DVU, Republikaner und neonazistische Kameradschaftsszene stark gemacht.

Die Deutsche Partei, der Zusatz "Die Freiheitlichen" kam nach der Fusion mit der DVU-Abspaltung "Feiheitliche Deutsche Volkspartei" 2003 hinzu, wurde 1993 als Nachfolgerin der hauptsächlich in den Jahren 1949 bis 1960 aktiven "Deutschen Partei" wiedergegründet. Sie hatte bislang etwa 600 Mitglieder.

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