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17. Dezember 2011

Kundgebung hinter Polizeiketten.  Foto: Robert Andreasch
Kundgebung hinter Polizeiketten. Foto: Robert Andreasch
München. Siebzehn Neonazis halten unter Leitung von Karl Richter („Bürgerinitiative Ausländerstopp“, BIA) und Karl-Heinz Statzberger („Kameradschaft München“/“Freies Netz Süd“) eine Kundgebung unter dem rassistischen Motto „Kriminelle Ausländer raus!“ an der Dülferstraße im Hasenbergl ab. Kurzfristig hat NPD- und BIA-Funktionär Roland Wuttke diese angemeldet (er erscheint jedoch nicht). Im Vorfeld versuchen die Neonazis zuerst, ihre Aktion geheimzuhalten, in der Nacht vor Samstag kündigt die BIA den Termin dann auf ihrer Homepage an.

BIA-Stadtrat Karl Richter und Aktivist Sven Grams (v. r.).  Foto: Robert Andreasch
BIA-Stadtrat Karl Richter und Aktivist Sven Grams (v. r.). Foto: Robert Andreasch
Zu den Teilnehmer_innen zählen mit Steffen Willy Reiche („Jagdstaffel D.S.T.“), Sven Grams („Outsiders“), Dominik Hering („Aktionsbund Freising“) und Thomas Schatt („Kameradschaft München“) führende bzw. seit vielen jahren bekannte Vertreter_innen der regionalen Neonaziszene und mit Vanessa Becker und Manfred Schiessl bekannte Aktivist_innen der BIA.

Die als Rechtsterroristen verurteilten Karl-Heinz Statzberger und Thomas Schatt (v. r.) auf der Kundgebung.  Foto: Robert Andreasch
Die als Rechtsterroristen verurteilten Karl-Heinz Statzberger und Thomas Schatt (v. r.) auf der Kundgebung. Foto: Robert Andreasch
Weitab von den Passant_innenströmen am Einkaufszentrum „MIRA“ und schließlich auch noch hinter zwei aufgezogenen Polizeiketten mühen sich Karl Richter und Karl-Heinz Statzberger als Redner um Aufmerksamkeit für ihre rassistischen Thesen. Etwa 80 Bürger_innen des Stadtteils und Antifaschist_innen übertönen mit Parolen und Trillerpfeifen die Beiträge vollständig. Dank der Präsenz der Nazigegner_innen scheitert auch die vorgesehene Verteilung neu aufgelegter BIA-Flugblätter weitgehend. Karl Richter kündigt auf der BIA-Präsenz im Internet, unter Verdrehung der tatsächlichen Verhältnisse,  im Anschluss an die Kundgebung weitere Aktionen an: „eine runde Sache, ein voller Erfolg – Fortsetzung folgt!“

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