München. Gegen 0.45 Uhr befestigen Unbekannte insgesamt drei selbstgebastelte Sprengsätze an Fensterscheiben des zu diesem Zeitpunkt geschlossenen, israelischen Restaurants „Eclipse Grillbar“ in der Heßstraße. Die Sprengsätze detonieren und bringen die Scheiben zu Bruch, verletzt wird niemand. Im Nachhinein bekennt sich die iranische, schiitisch-islamistische Gruppierung „Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia“ (kurz: HAYI, dt.: „Islamische Bewegung der Leute der rechten Hand“) in einem Video zu der Tat.
Im Bekennervideo heißt es u.a. drohend: „Der Angriff (…) forderte keine Todesopfer, aber es hätte am Tag passieren können und die Zionisten wären dabei getötet worden. Nähern Sie sich niemals zionistischen Einrichtungen.“
Mitte Mai 2026 klagen US-Behörden den Iraker Mohammad Baqer Saad Dawood Al-Saadi als mutmaßlichen Drahtzieher von fast 20 Anschlägen auf jüdische und US-Einrichtung in Europa an. Der Mann wurde laut Medienberichten in der Türkei festgenommen, die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, ein hochrangiges Mitglied der schiitischen Miliz Kataib Hisbollah im Irak zu sein. Er soll auch Drahtzieher des Eclipse-Anschlags sein. Quellen: Pressemeldung des Polizeipräsidiums München vom 10. April 2026 und Artikel des „Spiegels“ (Online-Version, www.spiegel.de) vom 16. Mai 2026.
