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15. Oktober 2026

ENTFÄLLT: Veranstaltung „Feindbild Obdachlosigkeit. Stigmatisierung, Diskriminierung und Gewalt“ MUSS LEIDER ABEGSAGT WERDEN UND WIRD ZU EINEM SPÄTEREN ZEITPUNKT WIEDERHOLT.

Aus der ursprünglichen Ankündigung von Public History Munich:

Um 18.30 Uhr, Neues Rathaus, Großer Sitzungssaal, Marienplatz 8.

Britta-Marie Schenk, Professorin für Geschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts an der Universität Luzern, wird eine thematische Einführung zu „Gewalt gegen Obdachlose in der Bundesrepublik“ geben. Anschließend wird die Konflikt- und Gewaltforscherin Merle Stöver „Sozialdarwinistische Gewalt – Motive und Hintergründe“ behandeln. Nach den historischen Input-Vorträgen wird ein Podiumsgespräch stattfinden, bei dem die Sozialarbeiterin Julia Störkle Einblicke in gegenwärtige Gewalterfahrungen Münchner Obdachloser geben wird. Moderiert wird das Gespräch von Dr. Antje Schuhmann von der Fachstelle intersektionale Antidiskriminierungsarbeit im Amt für Migration und Wohnen des Sozialreferats.

Der Abend ist Teil der Veranstaltungsreihe „Diversität im Visier – rechte Gewalt gegen Minderheiten“. Ausgangspunkt der Reihe sind die Taten der neofaschistischen „Gruppe Ludwig“. Diese ermordete zwischen 1977 und 1984 Menschen, die sie als Bedrohung für die sogenannte Volksgemeinschaft imaginierte: Homosexuelle, Sexarbeiter*innen, Sinti*zze und Rom*nja, Drogenabhängige und Obdachlose. Im Januar 1984 begingen die Täter einen Brandanschlag auf die Diskothek „Liverpool“, die dem Münchner Sexgewerbe zugeordnet wurde. Corinna Tartarotti verstarb an den Folgen des Anschlags. Zwischen 1977 und 1984 ermordete die „Gruppe Ludwig“ mindestens 14 weitere Personen.

In Gedenken an Corinna Tartarotti und alle weiteren Opfer rechter Gewalt.

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