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26. März 2026

Gespräch: „Städtebau im Nationalsozialismus“. Mit Harald Bodenschatz, Max Welch Guerra, Christiane Post, Victoria Grau. Um 19.00 Uhr im NS-Dokumentationszentrum München, Max-Mannheimer-Platz 1.

Aus der Ankündigung:

Städtebau war ein wesentliches Instrument der NS-Diktatur. Er diente immer der Legitimation der Herrschaft, der Produktion von Zustimmung, der Demonstration von Stärke, Effektivität und Schnelligkeit, er begleitete Aufrüstung und Krieg, er vermittelte das gesellschaftspolitische Programm der Diktatur im Inland wie Ausland, er war ein Medium der Konkurrenz mit demokratischen Staaten und vor allem mit anderen europäischen Diktaturen, er band alte wie neue Fachleute an die Diktatur und grenzte systematisch Bevölkerungsgruppen aus.

Die bisherige Rezeption der baulichen Aktivitäten der NS-Diktatur konzentrierte sich vor allem auf einzelne Architekten und Bauten, während der städtebauliche Kontext oft im Dunklen blieb. Im nationalsozialistischen Deutschland war aber – wie in anderen Diktaturen auch – eine weitgehende Unterordnung der Architektur unter den Städtebau zu beobachten, eine Orientierung also über den Einzelbau hinaus. Ohne die städtebauliche Dimension bleibt auch die Architektur der NS-Diktatur unverständlich. Und der isolierte Blick auf Architektur erschwert es, deren diktatorischen Charakter zu verstehen.

Ausgehend von einer kürzlich veröffentlichten Studie wird der Städtebau der NS-Herrschaft in seiner außerordentlichen Dynamik und im Kontext anderer europäischer Diktaturen jener Zeit betrachtet und diskutiert.

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