Antifaschistische Termine in München

Protest in München
In dieser Rubrik informieren wir über antifaschistische Protestaktionen, Kundgebungen, Demonstrationen, Ausstellungen, Konzerte und mehr in der bayerischen Landeshauptstadt München.




„Tag X“

Demonstration und Kundgebung zu Beginn der Urteilsverkündung im NSU-Prozess in München.

Aufruf des „Bündnisses gegen Naziterror und Rassismus“ (München) auf nsuprozess.net:

4 Jahre NSU-Prozess Kein Schlussstrich!

Am 6. Mai 2013 begann vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe, André Eminger, Holger Gerlach, Ralf Wohlleben und Carsten Sch. Voraussichtlich im Sommer 2017 wird der Prozess nach etwa 400 Verhandlungstagen zu Ende gehen. Unabhängig davon, welchen Ausgang der Prozess nimmt: Für uns bleiben mehr Fragen als Antworten. Wir werden daher zum Prozessende zusammen auf die Straße gehen. Denn wir werden den NSU nicht zu den Akten legen.

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23. April 2018

Podiumsdiskussion „NSU – Nach dem Urteil“. Um 19.00 Uhr im Kulturzentrum Giesinger Bahnhof, Gepäckhalle (Giesinger Bahnhofplatz 1). Mit Dorothea Marx, Vorsitzende des Thüringer NSU-Untersuchungsausschusses; Prof. Hajo Funke, Politikwissenschaftler, Autor von „Staatsaffäre NSU“; Rechtsanwalt Yavuz Narin, Nebenklagevertreter im NSU- und im OEZ-Prozess. Moderation: Christiane Mudra.

24. April 2018

Seminar Stammtischkämpfer*innen. Ort: Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum Sub e.V. Müllerstraße 14, Beginn: 19.30 Uhr

Aus dem Ankündigungstext:

Wir alle kennen das: In Diskussionen mit Arbeitskolleg*innen, beim Grillen mit dem Sportverein oder beim Ausgehen fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, denken, da hätten wir gerne den Mund aufgemacht. Aus diesem Grund wollen wir Menschen darin bestärken, die Schrecksekunde zu überwinden und deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin! Stammtisch ist überall: An der Kasse des Bio-Supermarktes, in der Bahn oder in der Szene-Bar.
Aber: Auch wir sind überall und können durch Widerspruch ein Zeichen setzen, unser Umfeld beeinflussen und Unentschlossenen ein Beispiel geben. Wir, das Aktionsbündnis 'Vielfalt statt Einfalt' - München, wollen rassistischen, homo-, bi-, & trans...phoben, frauenfeindlichen und rechten Parolen etwas entgegensetzen.

Im Stammtischkämpfer*innen-Seminar zeigen wir Strategien auf, die es uns ermöglichen, den Parolen der AfD, Pegida, anderen rechten Gruppen und ihrer Anhänger*innen standzuhalten. Wir werden gängige rechte Positionen untersuchen und üben, Hemmschwellen abzubauen, damit wir in Zukunft öfter und gezielter kontern können.

Seminar im Rahmen der bundesweiten Kampagne Aufstehen gegen Rassismus.

Einlassvorbehalt

Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, homo- / transphobe oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

24. April 2018

Vortrag „'Der ewige Jude' - Die Einübung des Antisemitismus“. Mit Prof. Dr. Wolfgang Benz, um 19.00 Uhr im NS-Dokumentationszentrum (Max-Mannheimer-Platz 1).

Aus der Ankündigung:

Im November 1937 eröffnete Joseph Goebbels im Bibliotheksbau des Deutschen Museums in München die Ausstellung „Der ewige Jude“. Deren Zweck war es, mit suggestiven Bildern und Parolen Abscheu vor Juden zu erregen. Sie wanderte in andere Städte und bildete die Grundlage für den gleichnamigen Propagandafilm, der im November 1940 Premiere hatte. Der Film bediente sich derselben Methoden wie die Ausstellung: Diskriminierung, Denunziation, Stigmatisierung. Das Ziel der exzessiven Hetze gegen die „jüdische Rasse“ war es, Antisemitismus zu schüren und das Publikum auf weitere Schritte der antisemitischen Verfolgung „einzustimmen“. Dass dies vielerorts gelang, zeigt die hemmungslose Gewaltentfesselung in der „Reichskristallnacht“ vom 9. November 1938. An diesem Auftakt zum Judenmord hatte das nationalsozialistische Propagandaprojekt „Der ewige Jude“ einen wesentlichen Anteil. Wolfgang Benz analysiert in seinem Vortrag die perfide Propaganda und die weitreichenden Folgen der Münchner Ausstellung.
Prof. Dr. Wolfgang Benz lehrte bis 2011 an der Technischen Universität Berlin und leitete dort das Zentrum für Antisemitismusforschung. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur NS-Geschichte und zum Thema Antisemitismus.

25. April 2018

Veranstaltung „Beschimpfender Unfug?“. Ein Vortrag von Wolfram P. Kastner, um 19.00 Uhr im NS-Dokumentationszentrum (Max-Mannheimer-Platz 1).

Aus der Ankündigung:

Wolfram Kastner ist Aktionskünstler und erinnert seit vielen Jahren mit zahlreichen Aktionen an die Zeit des Nationalsozialismus und deren Verdrängung. Er gibt damit immer wieder Anstöße zum Nachdenken über die NS-Zeit und zur kritischen Auseinandersetzung mit den Nachwirkungen des Regimes. Die meisten seiner Aktionen fanden in München statt. So erinnerte Kastner beispielsweise mit seiner Performance „Damit kein Gras über die Geschichte wächst“ erstmals 1995 an die Bücherverbrennung 1933 auf dem Münchner Königsplatz. Dort brennt er immer wieder einen Fleck in den Rasen, woraus ein Jahre andauernder Streit zwischen dem Künstler und der Stadtverwaltung resultierte. Heute ist der Brandfleck fester Bestandteil der Münchner Erinnerungskultur.

Wolfram Kastner stellt eine Auswahl seiner Arbeiten vor und berichtet über deren Entstehungsgeschichte. Im Anschluss wird die Publikation „"Nicht ich provoziere, sondern die Zustände provozieren mich“ vorgestellt. In ihren Texten beleuchten die beiden SZ-Journalisten Bernd Kastner und Hans Holzhaider 36 seiner bekanntesten Kunstaktionen der letzten Jahrzehnte. Die Publikation erscheint in der Schriftenreihe des NS-Dokumentationszentrums München.

25. April 2018

Podiumsdiskussion „Rechtsterror in Bayern“. Mit Rechtsanwältin Seda Basay, Nebenklagevertreterin im NSU- und im OEZ-Prozess; Robert Andreasch, Journalist; Ulrich Chaussy, Journalist und Autor von „Oktoberfest - das Attentat“. Moderation: Christiane Mudra. Um 19.00 Uhr im Kulturzentrum Giesinger Bahnhof (Gepäckhalle), Giesinger Bahnhofplatz 1.

3. Mai 2018

Antifa-Café und Vortrag „Die Aktualität des Antikommunismus“. Mit der Jour Fixe Initiative Berlin, ab 20.00 Uhr (Vortrag: 21.00 Uhr) im Kafe Marat, Thalkirchnerstr. 102.

Aus der Ankündigung der Antifa NT:

Auch nach dem Ende des Kalten Krieges ist der Antikommunismus für unser gesellschaftliches Denken und Handeln nach wie vor von Bedeutung. Antikommunismus heute domestiziert und kanalisiert soziale Hoffnungen und Wünsche und versperrt den Blick auf Veränderung. Dabei bezieht er sich auf soziale Bewegungen, etablierte Machtordnungen und die Delegitimierung der Emanzipationsgeschichte.

Wir stellen die symbolische Ordnung des Antikommunismus vor, um gemeinsam zu diskutieren, wie sie überwunden werden kann, um den Blick wieder zu öffnen hin zu einer erlösten Vergangenheit, einer befreiten Gegenwart und Zukunft.

8. Mai 2018

Vortrag „Königsplatz, München, 10. Mai 1933 - Die TH München und die Bücherverbrennung“. Mit Prof. Dr. Peter J. Brenner, um 19.00 Uhr im NS-Dokumentationszentrum (Max-Mannheimer-Platz 1).

Aus der Ankündigung:

Auch auf dem Münchner Königsplatz wurden am 10. Mai 1933, wie überall in deutschen Universitäts- und anderen Städten, Bücher verbrannt. Das Gedenken an diese Bücherverbrennungen ist fester Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur. Aber erst die jüngere historische Forschung hat die Abläufe, Hintergründe und Folgewirkungen genauer rekonstruiert. Es wurde gezeigt, dass die Bücherverbrennungen nicht nur auf die Universitätsstädte beschränkt waren und dass sie nicht nur am 10. Mai 1933 stattfanden. Es wurde auch deutlich gemacht, dass in dieser Frühphase des „Dritten Reichs“ die Bücherverbrennungen Teil innerparteilicher und inneruniversitärer Machtkämpfe waren. Hier wurden entscheidende Weichenstellungen für die künftige Entwicklung der Universitäten und des nationalsozialistischen Kulturbetriebs vorbereitet.
In dem Vortrag wird auf dieser Grundlage die Bücherverbrennung in München dargestellt und es wird untersucht, wie die weitere Entwicklung der TH München in der Zeit des „Dritten Reichs“ verlaufen ist.
Prof. Dr. Peter J. Brenner ist Direktor des TUM.Archivs der Technischen Universität München.

17. Mai 2018

Vortrag „Hass im Netz: Was hilft gegen Lügen und Hetze?“ Ein Erfahrungsbericht von Richard Gutjahr, um 19.00 Uhr im Einstein 28 Bildungszentrum (Einsteinstr. 28). Gebühr: 7,00 €.

Aus der Ankündigung der MVHS:

Der bekannte Münchner Blogger und Journalist Richard Gutjahr war zufällig sowohl beim Attentat in Nizza als auch beim Amoklauflauf im OEZ in München vor Ort. Seiner Berufung als Journalist folgend hat er über beide Geschehnisse berichtet. Was folgte, war eine immer noch andauernde Welle des Hasses im Netz gegen ihn und seine Familie. Ihm wird vorgeworfen, Teil einer internationalen Verschwörung zu sein, der sog. New World Order (NWO).

Richard Gutjahr schildert seine Erlebnisse und den verzweifelten Kampf gegen die großen US-Konzerne wie Facebook, Google und You Tube. Dabei gibt er konkrete Tipps und verrät Strategien, was jeder einzelne gegen Hasskommentare, Lügen und Hetze im Netz unternehmen kann.

8. Juni 2018

Lese- und Erzählnacht „Nacht des Erinnerns“. Ab 19.30 Uhr im Erinnerungsort Zwangsarbeiterlager Neuaubing (Ehrenbürgstr. 9).

Aus der Ankündigung:

Das Gebäudeensemble in der Ehrenbürgstr. 9 in Neuaubing ist ein einzigartiges bauliches Zeugnis der massenhaften Ausbeutung durch Zwangsarbeit in Süddeutschland. Dies gibt dem Ort eine historische Relevanz und besondere erinnerungskulturelle Bedeutung. Ausgewählte Texte, historische Dokumente und Zeitzeugenberichte bieten authentische Einblicke in die Lebenswirklichkeit im ehemaligen Zwangsarbeiterlager und einen Ausblick auf die weitere Entwicklung des Geländes. Der Abend verbindet die nationalsozialistische Vergangenheit des Geländes mit seiner jetzigen Nutzung durch Kunstschaffende und Handwerkerinnen und Handwerker und fördert eine lebendige Auseinandersetzung mit dem Thema. Gelesen und erzählt wird in den ehemaligen Baracken, die heute größtenteils als Ateliers genutzt werden. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit zu einem Dialog mit den Künstlerinnen und Künstlern. Der Abend wird musikalisch begleitet. Die Künstlerinnen und Künstler des FAUWE e.V. (Freie Ateliers und Werkstätten e.V.) werden an diesem Abend einen Kunstweg eröffnen. Skulpturen und Installationen zum Thema machen das Gelände und seine Vergangenheit erfahrbar. Die Zeitzeugin und ehemalige Lagerinsassin Rita Sereda (geborene Belikowa) wird über Skype aus den USA, wo sie heute lebt, zugeschaltet sein.

13. Juni 2018

Vortrag „Reichsbürger. Die unterschätzte Gefahr“. Mit Andreas Speit, um 19.00 Uhr im NS-Dokumentationszentrum München, Auditorium (Max-Mannheimer-Platz 1). Der Eintritt ist frei.

Aus der Ankündigung:

In Deutschland werden mehr als 16 000 Menschen zu den sogenannten Reichsbürgern gerechnet. Sie erkennen die Bundesrepublik nicht als souveränes Staatsgebilde an, sondern berufen sich auf das Fortbestehen des Deutschen Reiches. Ihrer Verschwörungstheorie nach ziehen angeblich fremde Mächte im Hintergrund die Fäden. Manche von ihnen gründen auch eigene „Reiche“, wie etwa der selbsternannte König von Deutschland in Wittenberg, stellen eigene Pässe und Führerscheine aus. Viele erkennen die deutschen Behörden nicht an, verweigern Bußgeldzahlungen und Steuern. Lange Zeit nahm der deutsche Staat die Angehörigen dieser Szene nicht ernst und tat sie als ungefährlich ab – bis im Oktober 2016 ein Polizist in Franken von einem Reichsbürger erschossen wurde.

Der Rechtsextremismus-Experte Andreas Speit beleuchtet in seinem Vortrag die Ideologie und die Akteure der verschiedenen Reichsbürger-Gruppierungen. Er analysiert deren Weltbild und beschreibt, wie ihnen angemessen begegnet werden kann. Seine Publikation „Reichsbürger. Die unterschätzte Gefahr“ ist 2017 im Ch. Links Verlag erschienen. Anschließend findet ein Publikumsgespräch mit Andreas Speit statt. Moderation: Jan Rathje (Amadeu Antonio Stiftung). 

Antifa-Termine im Süden

  • 23. April 2018

    Dachau: Zeitzeugengespräch mit Venanzio Gibillini „Die Erinnerung bleibt unauslöschlich fürs ganze Leben.“ Um 19.00

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  • 23. April 2018

    Regensburg: Gedenkweg für die Opfer des Faschismus in Regensburg. Ab 18.00 Uhr. In Regensburg

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  • 25. April 2018

    Coburg: Vortrag „Die AfD und die soziale Frage“. Mit Stefan Dietl, um 20.00 Uhr

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  • 25. April 2018

    Regensburg: Vortrag „Die neonazistische Rechte in Ostbayern - eine Bestandsaufnahme“. Mit Jan Nowak, um 19.00

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  • 26. April 2018

    Bamberg: Vortrag „Die überlebenden Frauen von Ravensbrück“. Mit Henning Fischer, um 20.00 Uhr im

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Rechte Termine München

  • 23. April 2018

    PEGIDA_Kundgebung. Die Akteur_innen von PEGIDA München (Meyer-Fraktion) wollen sich erneut versammeln: mit

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  • 25. April 2018

    Neonazistische Kundgebung. Wie in den vergangenen Jahren wollen sich Neonazis auch 2018

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  • 25. April 2018

    Demonstration radikaler Abtreibungsgegner. Der Verein "Helfer für Gottes kostbare Kinder" führt wieder

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  • 25. April 2018

    PEGIDA_Kundgebung. Die Akteur_innen von PEGIDA München (Meyer-Fraktion) wollen sich erneut versammeln: mit

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  • 26. April 2018

    AfD-Veranstaltung. Der AfD-Kreisverband München West/Mitte veranstaltet einen „öffentlichen Stammtisch“ (19.00 Uhr, Restaurant

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Rechte Termine im Süden

  • 24. April 2018

    Augsburg: „Identitären“-Stammtisch. Die „IB Schwaben“ kündigt die Durchführung eines öffentlichen Stammtisches in

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  • 26. April 2018

    Augsburg: Vortrag „'Die 68er und ihre geistigen Brandstifter' - Die ideologische Dominanz der

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  • 27.-29. April 2018

    Garmisch-Partenkirchen (aktualisiert): Wochenendseminar der Desiderius-Erasmus-Stiftung. Die AfD-nahe Stiftung „Desiderius-Erasmus-Stiftung“ (Berlin/Lübeck) will erneut

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  • 28./29. April 2018

    Rohrdorf: Listenaufstellungsversammlung für Landtags- und Bezirkstagswahl. Die AfD Bayern kündigt eine zweitägige

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  • 28./29. April 2018

    Trunkelsberg: „Deutschlandtreffen“ der KJB. Die Jugendorganisation der „Piusbruderschaft“, die sog. „Katholische Jugendbewegung“

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