Antifaschistische Termine in München

Protest in München
In dieser Rubrik informieren wir über antifaschistische Protestaktionen, Kundgebungen, Demonstrationen, Ausstellungen, Konzerte und mehr in der bayerischen Landeshauptstadt München.




„Tag X“

Demonstration und Kundgebung zu Beginn der Urteilsverkündung im NSU-Prozess in München.

Aufruf des „Bündnisses gegen Naziterror und Rassismus“ (München) auf nsuprozess.net:

4 Jahre NSU-Prozess Kein Schlussstrich!

Am 6. Mai 2013 begann vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe, André Eminger, Holger Gerlach, Ralf Wohlleben und Carsten Sch. Voraussichtlich im Sommer 2017 wird der Prozess nach etwa 400 Verhandlungstagen zu Ende gehen. Unabhängig davon, welchen Ausgang der Prozess nimmt: Für uns bleiben mehr Fragen als Antworten. Wir werden daher zum Prozessende zusammen auf die Straße gehen. Denn wir werden den NSU nicht zu den Akten legen.

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21. Juni 2018

Zeitzeugengespräch mit Dr. Eva Umlauf. Um 19.00 uhr im Auditorium des NS-Dokumentationszentrums, Max-Mannheimer-Platz 1.

Aus der Ankündigung:

„Vergessen Sie das Kind, es wird nicht leben“

Zeitzeugengespräch mit Dr. Eva Umlauf

Geboren 1942 im Arbeitslager Nováky, einem slowakischen Durchgangslager, wurde Eva Umlauf im Alter von zwei Jahren mit ihrer Mutter in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Hier wurde dem Kleinkind die KZ-Nummer eintätowiert. „Vergessen Sie das Kind, es wird nicht leben“ - dieser Satz erschütterte Eva Umlaufs Mutter Anfang 1945 in Auschwitz. Ihre Tochter war abgemagert und todkrank. Nur knapp überlebten die schwangere Mutter und ihre Tochter den dreimonatigen KZ-Aufenthalt bis zur Befreiung 1945. Eva Umlauf kann sich später nicht an diese Zeit erinnern, dennoch liegt das Erbe ihrer Vergangenheit unter der Oberflche und prägt ihren gesamten Lebensweg.

Nachdem sie die Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit lange Zeit verdrängt hat, bekennt sich Eva Umlauf 2011 in Auschwitz schließlich öffentlich als Überlebende des Holocaust. Im Gespräch mit Felizitas Raith (NS-Dokumentationszentrum München) erzählt sie von der Suche nach den Spuren ihrer Vergangenheit und ihrer ermordeten Familie.

Eva Umlauf studierte in Bratislava Medizin. Seit 1967 lebt sie in München und ist dort als Kinderärztin und Psychotherapeutin tätig.

27. Juni 2018

Vortrag „Die AfD und die soziale Frage“. Mit Stefan Dietl, um 19.00 Uhr im Café Volxküche, Georgenschwaigstraße 26 (Milbertshofen).

27. Juni 2018

Lesung „Der gefesselte Wald - Gedichte aus Buchenwald“. Mit Michael Krüger, um 19.00 Uhr im NS-Dokumentationszentrum (Auditorium), Max-Mannheimer-Platz 1.

Aus der Ankündigung:

Der französische Künstler André Verdet schloss sich während des Zweiten Weltkriegs der französischen Résistance an. Er wurde 1944 von der Gestapo festgenommen und im Konzentrationslager Auschwitz, später im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Über diese Zeit gab er nach seiner Befreiung 1945 die „Anthologie des poèmes de Buchenwald“, eine Sammlung von 55 Gedichten heraus, die Verdet und Mithäftlinge während ihrer Haft im KZ Buchenwald verfasst hatten. Die Gedichte sind unter den schwierigsten Bedingungen geschrieben worden, denn sowohl auf den Besitz von Schreibmaterial als auch auf das Schreiben von Texten stand im Lager die Todesstrafe.

Eine Neuauflage des Buches erschien 1995 in Frankreich. In Deutschland blieben diese Gedichte jedoch vollkommen unbeachtet, bis Wulf Kirsten und Annette Seeman 2013 im Wallstein Verlag eine deutsche Ausgabe vorlegten. Sie dokumentieren ein bislang unbekanntes Bild vom Lageralltag, der auch von einem beispielhaften Überlebensprogramm der Autorinnen und Autoren geprägt war.

Michael Krüger liest aus jener widerständigen Poesie aus dem Konzentrationslager Buchenwald. Er ist Schriftsteller, Dichter und Verleger, leitete viele Jahre lang den Münchner Carl Hanser Verlag und ist seit 2013 Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

28. Juni 2018

Lesung und Gespräch „Eine Mutter kämpft gegen Hitler“. Mit Patricia Litten, um 19.00 Uhr im NS-Dokumentationszentrum (Auditorium), Max-Mannheimer-Platz 1.

Aus der Ankündigung:

Hans Litten war ein deutscher Rechtsanwalt und machte sich als Gegner des NS-Regimes und als „Anwalt des Proletariats“ einen Namen. Im Mai 1931 führte er im Rahmen des Edenpalast-Prozesses Adolf Hitler als Zeugen vor und erzwang den sogenannten Legalitätseid. Am 28. Februar 1933, noch in der Nacht des Reichstagsbrandes, wurde Hans Litten zusammen mit zahlreichen anderen prominenten Oppositionellen wie Erich Mühsam und Carl von Ossietzky in „Schutzhaft“ genommen. Vom Gefängnis Berlin-Spandau wurde er in das KZ Sonnenburg gebracht, danach ins Zuchthaus Brandenburg und schließlich in ein Zwangsarbeiterlager im Esterwegener Moor. Schwere körperliche Arbeit und Folterungen hinterließen bleibende gesundheitliche Schäden. In der Haft versuchte er mehrmals, sich das Leben zu nehmen. 1934 wurde er ins KZ Lichtenburg eingeliefert, Mitte August 1937 in das KZ Buchenwald und am 16. Oktober 1937 nach Dachau überstellt. Alle Bemühungen um seine Entlassung - vor allem durch seine Mutter - scheiterten. Am 5. Februar 1938 fanden Mithäftlinge Hans Litten erhängt in der Dachauer Latrine.

Patricia Litten ist Hans Littens Nichte und liest aus dem Buch ihrer Großmutter Irmgard Litten „Eine Mutter kämpft gegen Hitler“. Sie wird von der Cellistin Birgit Förstner begleitet. Im Anschluss besteht die Möglichkeit für ein Publikumsgespräch.

Antifa-Termine im Süden

  • 21. Juni 2018

    Dorfen: Demo gegen AfD-Veranstaltung. Gegen die AfD-Veranstaltung mit Martin Sichert (siehe hier) richten sich

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  • 21. Juni 2018

    Nürnberg: Vortrag „Antisemitismus in feministischen Kontexten“. Mit Merle Stöver, um 19.00 Uhr im Projekt

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  • 23. Juni 2018

    Passau: Fahrt in die KZ-Gedenkstätte Dachau. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Der Holocaust und der

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  • 25. Juni 2018

    Passau: Film und Gespräch „Das Massaker von Nammering“. Mit Robert Scherer, im Rahmen der

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  • 26. Juni 2018

    Passau: Vortrag „Nach Auschwitz. Adorno zu Literatur und Erziehung nach dem Rückfall in die

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Rechte Termine München

  • 20. Juni 2018

    „PEGIDA“-Kundgebung. Die Akteur_innen von „PEGIDA München“ (Meyer-Fraktion) planen erneut eine Kundgebung (17.00

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  • 21. Juni 2018

    LKR-Veranstaltung. Die AfD-Abspaltung LKR bewirbt eine Veranstaltung „Die EURO-Kritiker: Freiheit statt EU-Zentralismus“.

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  • 22. Juni 2018

    „PEGIDA“-Kundgebung. Die Akteur_innen von „PEGIDA München“ (Meyer-Fraktion) planen erneut eine Kundgebung (20.00

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  • 23. Juni 2018

    AfD-Infostand. Der AfD KV München-Nord will heute von 11 bis 15 Uhr

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  • 23. Juni 2018

    AfD-Infostand. Der AfD-Kreisverband München Süd plant einen Infostand der Partei am Schweizer

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Rechte Termine im Süden

  • 21. Juni 2018

    Dorfen: AfD-Veranstaltung. Die AfD Bayern und der AfD-Kreisverband Erding bewerben eine Veranstaltung

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  • 21. Juni 2018

    Volkach: AfD-Veranstaltung. Der AfD-Kreisverband Kitzingen-Schweinfurt kündigt einen „Info-Abend“ zum Thema „Der globale

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  • 22. Juni 2018

    Kolbermoor: AfD-Veranstaltung. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Hansjörg Müller (Ainring-Mitterfelden) organisiert eine „Podiumsdiskussion“ (19.00 Uhr,

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  • 23. Juni 2018

    Bad Füssing: AfD-Veranstaltung. Die AfD will einen Vortrag des AfD-MdBs Johannes Huber

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  • 23. Juni 2018

    Nürnberg: AfD-Infostand. Die AfD plant nach a.i.d.a-Informationen einen Infostand in der Königstraße

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