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9. Dezember 2021

Online-Veranstaltung „’Eisen und Feuer‘ – Warum die Taten der rechtsterroristischen ‚Gruppe Ludwig‘ aus dem Bild fielen und ihre Opfer in Vergessenheit gerieten“. Mit Eike Sanders und Thomas Porena. Um 19.00 Uhr. Anmeldung bis spätestens drei Tage vor der Veranstaltung unter asa_m@riseup.net.

1984 wurde die junge Barangestellte Corinna Tartarotti bei einem Brandanschlag auf die Liverpool-Diskothek in München durch die italienisch-deutsche rechtsterroristische Gruppe Ludwig ermordet. Die Opfer der Mord- und Anschlagsserie, die zwischen 1977 und 1984 insgesamt 15 Menschen – Sinto, Schwule, Sexarbeiter*innen, Drogenkonsumenten, Priester und Sexkino- und Diskothekenbesucher*innen in Norditalien und eben München –  das Leben kosteten, sind bis heute nur selten Teil des Gedenkens an die Kontinuitäten rechten Terrors und ihrer Analyse. Die Veranstaltung ruft die Geschichte in Erinnerung und begibt sich damit auch auf eine Spurensuche nach der Rolle extrem rechter Sexualmoral, patriarchaler Geschlechtervorstellungen und der vermeintlichen Bekämpfung von „Sittenverfall“, Dekadenz und „Unreinheit“ im Rechtsterrorismus und seinen ideologischen Vordenkern.

Eike Sanders ist Sozialwissenschaftlerin, Autorin und Bildungsreferentin. Sie ist Mitglied des Autorinnenkollektivs Feministische Intervention (AK Fe.In), des Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus und des Netzwerkes NSU-Watch. 

Thomas Porena ist Historiker und Bildungsreferent. Er forscht zu Faschismus und südosteuropäischer Geschichte. 

Zuletzt erschien von beiden zum Thema der Artikel „Aus dem Bild gefallen – Der rechte Terror der ‚Gruppe Ludwig’“/ „Fuori da ogni schema – Il terrore di destra del ‚Gruppo Ludwig’“ auf dem Blog NSU-Watch, 12.12.2020 und 25.03.2021.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Antifeminismus von Rechts“ der Antisexistischen Aktion München und der Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München:

Antifeminismus hat viele Facetten und ist auf dem Vormarsch. Dabei verlaufen die Angriffe antifeministischer Akteur*innen auf breiter Front und Fragmente ihrer Ideologie schlagen eine Brücke zwischen der (extremen) Rechten und der sogenannten Mitte der Gesellschaft. Die 2018 gestartete Auseinandersetzung mit diesem Thema setzen die Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München (firm) und die Antisexistische Aktion München (asam) im Herbst und Winter 2021/22 mit der Veranstaltungsreihe „Antifeminismus von Rechts“ fort. Die Referent*innen werden aktuelle Entwicklungen aufgreifen und analysieren, verschiedene Akteur*innen vorstellen und Handlungsoptionen für Politik, Zivilgesellschaft und Aktivist*innen aufzeigen.

Einlassvorbehalt:

Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Das Gleiche gilt für Personen, die bereits in der Vergangenheit durch nationalistische, verschwörungsideologische, rassistische, antisemitische, antifeministische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind oder Parteien oder Organisationen angehören, die durch solche Äußerungen in Erscheinung getreten sind.

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