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30. Mai 2022

Buchvorstellung „Das weiße Denken“ mit Lilian Thuram. Um 19.00 Uhr in der Münchner Aids-Hilfe, Lindwurmstraße 71.

Aus der Ankündigung der Rosa-Luxemburg-Stiftung:

„Man wird nicht weiß geboren, man wird dazu gemacht.“

Der frühere französische Fußballstar Lilian Thuram engagiert sich seit langem in der antirassistischen Bildungsarbeit. Anschaulich beschreibt er, wie die europäischen Gesellschaften die Kategorien Schwarz und weiß erfunden haben, um Kolonialismus, Versklavung und Ausbeutung zu rechtfertigen. Bis heute zementiert das weiße Denken Herrschaftsverhältnisse und Ungleichheit in der ganzen Welt. In vielen Beispielen, auch aus seiner persönlichen Erfahrung, zeigt Thuram, wie diese Deutungsmuster funktionieren und wie sie allgemeingültig werden konnten. Thuram bezieht sich immer wieder auf postkoloniale Diskurse, auf Frantz Fanon und Aimé Césaire, James Baldwin und Maya Angelou, Toni Morrison und Achille Mbembe. Sein Buch ist ein zutiefst humanistischer Appell, eingeschliffene Denkstrukturen zu hinterfragen, um so das Fundament für neue Solidaritäten zu legen. Nur dann können wir einander endlich wieder als Menschen begegnen – und die Krisen der Gegenwart gemeinsam bewältigen.

Lilian Thruam wird an diesem Abend sein Buch vorstellen: Das weiße Denken. Aus dem Französischen von Cornelia Wend. Nautilus Flugschrift. Erschienen März 2022

LILIAN THURAM, geboren 1972 in Guadeloupe, ist ehemaliger Profifußballer, französischer Rekordnationalspieler, Weltmeister von 1998 und Europameister von 2000. Seit Jahrzehnten engagiert er sich in der antirassistischen Aufklärungsarbeit. 2008 beendete er seine sportliche Karriere und gründete die Stiftung „Éducation contre le racisme, pour l’égalité“. Er ist Autor mehrerer Bücher und wurde für sein Engagement mit diversen Preisen und Ehrendoktorwürden ausgezeichnet.

Als Keynote-Speaker konnten wir einen Aktivisten vom Arbeitskreis Panafrikanismus und dem Protestcamp Sierra Leone München gewinnen.

Die Veranstaltung findet auf Französisch/Deutsch statt. Es wird eine Übersetzung ins Deutsche geben.

Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit dem KEV, dem Arbeitskreis Panafrikanismus München, Edition Nautilus, antifascist-europe, Fondation Lilian Thuram – Education contre le racisme und der Tageszeitung (taz).

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