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11. November 2021

Online-Veranstaltung „Ehrensache: Antifeminismus – Der Kampf deutschnationaler Burschenschaften gegen geschlechterpolitischen Wandel“. Mit Judith Götz, um 19.00 Uhr. Anmeldung bis spätestens drei Tage vor der Veranstaltung unter asa_m@riseup.net.

In Österreich wie auch in Deutschland können deutschnationale Burschenschaften als elitäre Männerbünde klassifiziert werden, die sich vor allem über den Ausschluss von vermeintlich Anderen wie Frauen, Migrantinnen und Migranten, Jüdinnen und Juden und Andersdenkenden definieren. Gegenüber gesellschaftlichem Wandel und Veränderungen beispielsweise das Geschlechterverhältnis betreffend, haben sich die burschenschaftlichen Männerbünde bis heute als weitgehend resistent erwiesen. Im Gegenteil fungieren Burschenschaften auch gegenwärtig als zentrale Instanzen zur Aufrechterhaltung bestimmter Männlichkeitsideale und konservativer Vorstellungen des Geschlechterverhältnisses. So verwundert es auch nicht, dass jede größere Phase frauenbewegter Emanzipationsbestrebungen antifeministische Reaktionsweisen von deutschnationalen Burschenschaften zur Folge hatte.

Judith Goetz ist Literatur- und Politikwissenschafterin, Mitglied der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (FIPU) sowie des Forschungsnetzwerks Frauen und Rechtsextremismus. Mitherausgeberin des Sammelbands „Untergangster des Abendlandes. Ideologie und Rezeption der rechtsextremen ,Identitären‘“ (2017), Rechtsextremismus: Band 3: Geschlechterreflektierte Perspektiven“ (2019), AK Fe.In: „Frauen*rechte und „Fauen*hass“ (2019), „Rechtsextremismus: Band 4: Herausforderungen für den Journalismus“ (2021) sowie „Kontinuitäten der Stigmatisierung von ,Asozialität‘ : Perspektiven gesellschaftskritischer Politischer Bildung“ (2021).

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Antifeminismus von Rechts“ der Antisexistischen Aktion München und der Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München:

Antifeminismus hat viele Facetten und ist auf dem Vormarsch. Dabei verlaufen die Angriffe antifeministischer Akteur*innen auf breiter Front und Fragmente ihrer Ideologie schlagen eine Brücke zwischen der (extremen) Rechten und der sogenannten Mitte der Gesellschaft. Die 2018 gestartete Auseinandersetzung mit diesem Thema setzen die Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München (firm) und die Antisexistische Aktion München (asam) im Herbst und Winter 2021/22 mit der Veranstaltungsreihe „Antifeminismus von Rechts“ fort. Die Referent*innen werden aktuelle Entwicklungen aufgreifen und analysieren, verschiedene Akteur*innen vorstellen und Handlungsoptionen für Politik, Zivilgesellschaft und Aktivist*innen aufzeigen.

Einlassvorbehalt:

Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Das Gleiche gilt für Personen, die bereits in der Vergangenheit durch nationalistische, verschwörungsideologische, rassistische, antisemitische, antifeministische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind oder Parteien oder Organisationen angehören, die durch solche Äußerungen in Erscheinung getreten sind.

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