Antifaschistische Termine in München

Protest in München
In dieser Rubrik informieren wir über antifaschistische Protestaktionen, Kundgebungen, Demonstrationen, Ausstellungen, Konzerte und mehr in der bayerischen Landeshauptstadt München.




„Tag X“

Demonstration und Kundgebung zu Beginn der Urteilsverkündung im NSU-Prozess in München.

Aufruf des „Bündnisses gegen Naziterror und Rassismus“ (München) auf nsuprozess.net:

4 Jahre NSU-Prozess Kein Schlussstrich!

Am 6. Mai 2013 begann vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe, André Eminger, Holger Gerlach, Ralf Wohlleben und Carsten Sch. Voraussichtlich im Sommer 2017 wird der Prozess nach etwa 400 Verhandlungstagen zu Ende gehen. Unabhängig davon, welchen Ausgang der Prozess nimmt: Für uns bleiben mehr Fragen als Antworten. Wir werden daher zum Prozessende zusammen auf die Straße gehen. Denn wir werden den NSU nicht zu den Akten legen.

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9. März 2017 - 5. Juni 2017

Ausstellung „Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute“. Im NS-Dokumentationszentrum (Sonderausstellungsbereich Ebene 1), Brienner Straße 34.

Aus der Ankündigung:

Nach der historischen Ausstellung zur Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern befasst sich die neue Präsentation ab dem 9. März mit Judenfeindlichkeit, Rassismus und aktuellen Feindbildern, die anhand von außergewöhnlichen Exponaten dokumentiert werden: „Angezettelt“, zeigt antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute.

Seit dem Kaiserreich zeugen massenhaft verbreitete Klebezettel, Sammelbilder, Briefverschlussmarken und Sticker von menschenfeindlichen Ressentiments gegen Juden und andere Gruppen. Die vom Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin, dem Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg und dem NS-Dokumentationszentrum München konzipierte Ausstellung beschreibt die soziale Praxis, mit deren Hilfe antisemitische und rassistische Feindbilder geschürt wurden und werden.

Aber auch die Gegenwehr der Betroffenen und der Zivilgesellschaft findet Ausdruck in diesem kleinformatigen sozialen Medium. Ein Teil der Ausstellung wird lokale Beispiele zeigen: Denn auch in München wurde und wird mit Klebezetteln öffentliche Hetze betrieben. Die zweisprachig (Deutsch-Englisch) konzipierte Ausstellung ist bis zum 5. Juni zu sehen und wird durch ein vielfältiges Veranstaltungs- und Bildungsprogramm begleitet.

1. Juni 2017

Veranstaltung: „Einladung zum Ressentiment: Motive des Nationalpopulismus und Gegenstrategien“. Mit Dr. Gudrun Brockhaus und Gero von Randow. Um 19.00 Uhr im NS-Dokumentationszentrum München (Brienner Straße 34).

Aus der Ankündigung:

Im Jahr nach der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA, im Jahr der französischen Präsidentschafts- und der deutschen Bundestagswahl befasst sich das NS-Dokumentationszentrum mit den aktuellen Entwicklungen, die populistische und rechte Bewegungen weltweit erstarken lassen und die liberalen Demokratien herausfordern. Bereits 1997 prognostizierte Ralf Dahrendorf in der ZEIT, dass wir uns „an der Schwelle zum autoritären Jahrhundert“ befänden. Aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts wissen wir, dass frühes Gegensteuern entscheidend ist. In dieser Dialogreihe werden Analysen der aktuellen politischen Entwicklungen zur Diskussion gestellt und nach Gegenstrategien zur Stärkung einer offenen Gesellschaft gefragt.

Gudrun Brockhaus und Gero von Randow fragen nach der Anziehungskraft des Nationalpopulismus und seines aggressiven Politikstils. Mögliche Motive sind Abstiegsängste der Mittelschichten in Zeiten globalisierten Konkurrenzdrucks, die Wut der „Abgehängten“ oder die Erosion von stabilisierenden Milieus. Rechtspopulisten verführen in dieser Situation durch die Einladung zum Ressentiment – gegenüber Einwanderern und Fremden. Wie lässt sich dem entgegentreten und wie realistisch sind solche Gegenstrategien?

Dr. Gudrun Brockhaus ist Dipl. Psychologin, Soziologin, Psychoanalytikerin und Autorin. Gero von Randow ist Journalist der ZEIT.

26. Juni 2017

Veranstaltung „Einfach, emotional, dramatisch: Zum Zusammenspiel von Rechtspopulismus, Massenmedien und Social Networks“. Mit Dr. Paula Diehl und Christian Schiffer. Um 19.00 Uhr, im NS-Dokumentationszentrum München (Brienner Straße 34).

Aus der Ankündigung:

Im Jahr nach der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA, im Jahr der französischen Präsidentschafts- und der deutschen Bundestagswahl befasst sich das NS-Dokumentationszentrum mit den aktuellen Entwicklungen, die populistische und rechte Bewegungen weltweit erstarken lassen und die liberalen Demokratien herausfordern. Bereits 1997 prognostizierte Ralf Dahrendorf in der ZEIT, dass wir uns „an der Schwelle zum autoritären Jahrhundert“ befänden. Aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts wissen wir, dass frühes Gegensteuern entscheidend ist. In dieser Dialogreihe werden Analysen der aktuellen politischen Entwicklungen zur Diskussion gestellt und nach Gegenstrategien zur Stärkung einer offenen Gesellschaft gefragt.

Populisten sind schrille Gestalten, sie brechen gerne Tabus, wecken Emotionen und dramatisieren Zusammenhänge. Donald Trump hat mit diesen Mitteln die US-Medien dominiert. Doch auch soziale Netzwerke wirken verstärkend für populistische Strömungen. Wenn aber Populismus mit rechtsextremen Ideologien kombiniert wird, entsteht eine explosive Mischung. Wie diese sich auf die demokratische Öffentlichkeit auswirkt und welche Rolle die neuen Medien spielen, diskutieren Paula Diehl und Christian Schiffer.

Dr. Paula Diehl leitet das Projekt „Das Imaginäre und die Politik in der modernen Demokratie“ an der Universität Bielefeld, Abteilung Geschichtswissenschaft. Christian Schiffer ist Journalist beim Zündfunk, BR.

Antifa-Termine im Süden

  • 10. Mai - 2. Juli 2017

    Nürnberg: Ausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner“. Eine Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma.

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  • 1. Juni 2017

    Nürnberg: Veranstaltung „Der NSU-Prozess in München“. Mit Friedrich Burschel, um 19.30 Uhr (Einlass: 19.00

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  • 6. Juni 2017

    Dachau: Antifa-Infocafe mit Dokumentarfilm „ANTIFA – Chasseurs de Skins“ (engl./franz.). Ab 19.00 Uhr im Freiraum

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  • 29. Juni 2017

    Nürnberg: Veranstaltung: „Über Nazistrukturen, Ignoranz und bewusste Täuschung“. Eine Veranstaltung mit MdL Katharina König

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  • 14. Juli 2017

    Nürnberg: Veranstaltung „Verbindungen des NSU nach München und Nürnberg“. Mit den Journalisten Jonas Miller

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Rechte Termine München

  • 27. Mai 2017

    AfD-Infostand. Die AfD will von 11.00 bis 17.00 Uhr in der Sonnenstraße,

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  • 28. Mai 2017

    AfD-Aktionen gegen den Auftritt von Angela Merkel. Am Sonntag soll der (ursprünglich

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  • 28. Mai 2017

    Neonazi-Kundgebung. Neonazis der Partei „Die Rechte“ wollen vor dem ungarischen Generalkonsulat für

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  • 28. Mai 2017

    Treffen der „Identitären Bewegung“. Die „Identitäre Bewegung Bayern“ (IB Bayern) bewirbt einen

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  • 29. Mai 2017

    „PEGIDA“-Kundgebung geplant. Die Akteur_innen von „PEGIDA München“ planen erneut eine Versammlung, diesmal

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Rechte Termine im Süden

  • 1. Juni 2017

    Lauben: AfD-Veranstaltung geplant. Der AfD-Kreisverband Oberallgäu-Kempten-Lindau plant nach a.i.d.a.-Informationen eine Veranstaltung mit

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  • 2. Juni 2017

    Nürnberg: „PEGIDA“-Aufmarsch geplant. Die Akteur_innen von „PEGIDA Nürnberg“ planen erneut einen Aufmarsch,

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  • 2. Juni 2017

    Eichstätt: AfD Veranstaltung. Der Kreisverband Ingolstadt/Eichstätt der AfD kündigt eine Veranstaltung an

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  • 2. - 6. Juni 2017

    Coburg: „Pfingstkongress“ des “Coburger Convents“. Auch in diesem Jahr planen tausende Korporierte

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  • 9. - 11. Juni 2017

    Rothenburg o. d. Tauber: „Jahrestagung“ der KSBB. Die fundamentalistische „Kirchliche Sammlung für

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