Antifaschistische Termine in München

Protest in München
In dieser Rubrik informieren wir über antifaschistische Protestaktionen, Kundgebungen, Demonstrationen, Ausstellungen, Konzerte und mehr in der bayerischen Landeshauptstadt München.




„Tag X“

Demonstration und Kundgebung zu Beginn der Urteilsverkündung im NSU-Prozess in München.

Aufruf des „Bündnisses gegen Naziterror und Rassismus“ (München) auf nsuprozess.net:

4 Jahre NSU-Prozess Kein Schlussstrich!

Am 6. Mai 2013 begann vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe, André Eminger, Holger Gerlach, Ralf Wohlleben und Carsten Sch. Voraussichtlich im Sommer 2017 wird der Prozess nach etwa 400 Verhandlungstagen zu Ende gehen. Unabhängig davon, welchen Ausgang der Prozess nimmt: Für uns bleiben mehr Fragen als Antworten. Wir werden daher zum Prozessende zusammen auf die Straße gehen. Denn wir werden den NSU nicht zu den Akten legen.

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26. Juni 2017

Veranstaltung „Einfach, emotional, dramatisch: Zum Zusammenspiel von Rechtspopulismus, Massenmedien und Social Networks“. Mit Dr. Paula Diehl und Christian Schiffer. Um 19.00 Uhr, im NS-Dokumentationszentrum München (Brienner Straße 34).

Aus der Ankündigung:

Im Jahr nach der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA, im Jahr der französischen Präsidentschafts- und der deutschen Bundestagswahl befasst sich das NS-Dokumentationszentrum mit den aktuellen Entwicklungen, die populistische und rechte Bewegungen weltweit erstarken lassen und die liberalen Demokratien herausfordern. Bereits 1997 prognostizierte Ralf Dahrendorf in der ZEIT, dass wir uns „an der Schwelle zum autoritären Jahrhundert“ befänden. Aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts wissen wir, dass frühes Gegensteuern entscheidend ist. In dieser Dialogreihe werden Analysen der aktuellen politischen Entwicklungen zur Diskussion gestellt und nach Gegenstrategien zur Stärkung einer offenen Gesellschaft gefragt.

Populisten sind schrille Gestalten, sie brechen gerne Tabus, wecken Emotionen und dramatisieren Zusammenhänge. Donald Trump hat mit diesen Mitteln die US-Medien dominiert. Doch auch soziale Netzwerke wirken verstärkend für populistische Strömungen. Wenn aber Populismus mit rechtsextremen Ideologien kombiniert wird, entsteht eine explosive Mischung. Wie diese sich auf die demokratische Öffentlichkeit auswirkt und welche Rolle die neuen Medien spielen, diskutieren Paula Diehl und Christian Schiffer.

Dr. Paula Diehl leitet das Projekt „Das Imaginäre und die Politik in der modernen Demokratie“ an der Universität Bielefeld, Abteilung Geschichtswissenschaft. Christian Schiffer ist Journalist beim Zündfunk, BR.

27. Juni 2017

Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Lesben und Schwulen. Um 18 Uhr an der Dultstraße/Ecke Oberanger. Das Bodenmosaik aus ca. 90 qm gefärbten Betonplatten stammt von der Künstlerin Ulla von Brandenburg. Es sprechen: Dieter Reiter, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München; Thomas Niederbühl, ehrenamtlicher Stadtrat; Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München. Musikalische Umrahmung durch den Regenbogenchor München.

Aus der Ankündigung:

Ulla von Brandenburgs Denkmal am historischen Ort des einstigen Schwulenlokals "Schwarzfischer" erinnert als farbiges Bodenmosaik in Form eines Winkels an die Verfolgung und Ermordung von Schwulen und Lesben im Nationalsozialismus. Es setzt ein Zeichen gegen Intoleranz und Ausgrenzung und für eine offene Stadtgesellschaft.

Rundgänge anlässlich der Eröffnung des Denkmals:
Homosexualität im Nationalsozialismus
Albert Knoll vom Forum Homosexualität führt zu den Orten der Verfolgung.
Treffpunkt:
Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz, 80469 München
1. Führung am Sonntag, 02. Juli 2017, Beginn 14.00 Uhr
2. Führung am Freitag, 14. Juli 2017, Beginn 18.00 Uhr

Dauer: ca. 2 Stunden, keine Teilnahmegebühr.

Das federführende Kulturreferat hatte einst folgende Pressemitteilung herausgegeben, um über das Denkmal zu informieren.

Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Lesben und Schwulen (20.11.2014) In seiner heutigen Sitzung beschloss der Stadtrat die Realisierung eines Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Lesben und Schwulen. Der Stadtrat hat sich auf den Entwurf eines Bodenmosaiks der Künstlerin Ulla von Brandenburg festgelegt.
Sie hatte zuvor bereits eine Jury und den Kulturausschuss mit ihrem künstlerischen Konzept und der Standortwahl überzeugt.
Im Rahmen eines geladenen Wettbewerbs waren vom Kulturreferat acht international tätige Künstlerinnen und Künstler um Einreichung eines Vorschlags gebeten worden. Ulla von Brandenburg hat für den Erinnerungsort den Standort des heute nicht mehr vorhandenen Schwulenlokals „Schwarzfischer“ in der Dultstraße an der Ecke Oberanger gewählt. Der “Schwarzfischer” stand im Fokus der organisierten Homosexuellenverfolgen der Nationalsozialisten. Am 20. Oktober 1934 fand dort die erste großangelegte Razzia statt, mit der die systematische Verfolgung Homosexueller durch Polizei, Gestapo und Justiz einsetzte.

Vor dem ehemaligen Lokal “Schwarzfischer”, von dem keinerlei architektonische oder historische Verweise erhalten sind, situiert Ulla von Brandenburg ein farbiges, ca. 70qm großes Bodenmosaik. Unterschiedlich große farbige Steine werden in Form eines Winkels angeordnet, der sich um die Ecke des Gebäudes Oberanger/Dultstraße legt. Das Kunstwerk reagiert damit nicht nur funktional bestmöglich auf den Ort, sondern bildet vor allem durch seine Betretbarkeit für die Passanten eine inhaltliche Tragweite aus. In zwei der farbigen Bodenplatten ist ein rosa Dreieck, das Schwule, und ein schwarzes Dreieck, das Lesben in Konzentrationslagern tragen mussten, eingelassen. Inhaltlich überzeugt das Kunstwerk durch mehrschichtige Lesbarkeit. Zum einen verweist es auf die Auseinandersetzung mit den historischen Ereignissen. Zum anderen kann der farbenfrohe Mosaikteppich auch als Statement für eine heute aufgeschlossene und tolerante Gesellschaft gelesen werden. Es entsteht ein Mahnmal für München, das für ein breites Publikum verständlich und intuitiv zugänglich ist. Durch eine Gedenktafel wird die Geschichte des “Schwarzfischer” und die Unterdrückung, Verfolgung und Ermordung von Lesben und Schwulen nach 1933 erläutert und gegen das Vergessen appelliert.

Ulla von Brandenburg hat damit alle Wettbewerbsanforderungen erfüllt und künstlerisch überzeugend umgesetzt. Das Denkmal wird der durch die nationalsozialistische Diktatur verfolgten, ausgegrenzten und ermordeten Homosexuellen gedenken. Es entsteht ein Erinnerungsort, der individuelles und kollektives Gedenken zulässt. Darüber hinaus wird ein beständiges Zeichen gegen Intoleranz und Ausgrenzung gegenüber Lesben und Schwulen gesetzt. Bei der Standortwahl war der historische Bezug ausschlaggebend.

4./5. Juli 2017

Sommer.Dok auf dem Königsplatz. Der Kreisjugendring präsentiert auch in diesem Jahr die JugendgeschichtsWerkstatt Sommer.Dok auf dem Königsplatz. U. a. auf dem Programm:

Dienstag, 4. Juli 2017
19.00 Uhr „Was übrig bleibt... - Gedanken/Diskussionen zum Ende des NSU-Prozesses“
                 - Alltagsrassismus (von BEFORE e. V.)
                 - NSU: Entwicklungsgeschichte und Situation heute (mit Robert Andreasch)
                 - Gesellschaftliche Konsquenzen (mit Heike Kleffner)

Mittwoch, 5. Juli 2017
17.00 Uhr Street-Art-Stand zum Thema politische Satire
20.00 Uhr „Satire ist... Satire darf...?“
                Mit Dieter Hanitzsch (Karikaturist, SZ), Simon Pearce (Schauspieler, Comedian), Barbara (politische Street Art).
22.30 Uhr Kino „Sein oder Nichtsein“ (Ernst Lubitsch, 1942)

12. Juli 2017

Veranstaltung „Neue/Alte Frauenbilder – Wird Antifeminismus von rechts in der Mitte der Gesellschaft salonfähig?“. Um 19.00 Uhr im Münchner Stadtmuseum, Großer Saal, Marstallgebäude (St. Jakobsplatz 1).

Mit einem Vortrag von Juliane Lang (Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus). Anschließend Podiumsdiskussion mit Juliane Lang (Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus), Renate Maltry (Vorsitzende Stadtbund Münchner Frauenverbände), Lydia Dietrich (Vorsitzende Stadtratskommission zur Gleichstellung von Frauen der Landeshauptstadt München) und Robert Andreasch (Journalist, Mitarbeiter des a.i.d.a. e.V.). Moderation: Zara Pfeiffer (Politikwissenschaftlerin und Autorin).

Aus der Ankündigung:

Schlagworte wie „Genderwahnsinn“, „Geisteskrankheit mit Namen Gender Mainstreaming“ „Gender-Indoktrination“ tauchen immer öfter in der öffentlichen Diskussion auf. Der Ruf nach der Bewahrung traditioneller Geschlechterrollen wird lauter, die Ablehnung des Feminismus in der Gesellschaft immer stärker.

Wie ist dieses Phänomen zu erklären? Wo ist der fruchtbare Boden für Antifeminismus? Wie können wir bzw. müssen wir dem Phänomen entgegnen?

Ziel der Veranstaltung ist, Ursachen zu identifizieren, Gefahren eines wachsenden Antifeminismus aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie Feminismus als Basis einer demokratischen Gesellschaft verstanden und gelebt sein will.

Die Veranstaltung ist eine Kooperationsveranstaltung des Stadtbunds Münchner Frauenverbände und der Gleichstellungsstelle für Frauen der Landeshauptstadt München sowie der Fachstelle für Demokratie der Landeshauptstadt München.

Einlassvorbehalt: Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

20. Juli 2017

Fachtag: „Populismus vor der Wahl“. Tagung der Evangelischen Stadtakademie München und des Kreisjugendrings München. Mit Dr. Nayla Fawzi, Christian Ude, Marian Offman, Johannes Baldauf, Bernd Kastner, Robert Andreasch, Alexandra Gilde, Evelyn Gilde-Back, Marion Seidl, Christoph Rössler, Alexander von Wedel, Felix Brandner u. a. Von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr in der Evangelischen Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str. 24. Anmeldung bis spätestens 10. Juli 2017 unter m.wenzig[at]kjr-m.de erforderlich!

Aus der Ankündigung:

Die offene, plurale, demokratische Gesellschaft scheint nicht mehr selbstverständlich. Die Sehnsucht nach Abgrenzung, Übersichtlichkeit und straffer Führung gepaart mit Misstrauen gegen „die Politiker“ oder andere etablierte Eliten geben populistischen Bewegungen Aufwind – bis hin zu Wahlerfolgen und Regierungsübernahmen.

Deutschland befindet sich im Wahlkampf, Populisten versuchen ihre Themen zu setzen und Stimmung zu machen. Sie erreichen damit auch viele junge Menschen. Wie gehen wir in der Jugendarbeit mit dem Populismus in unserer Gesellschaft um? Wann sprechen wir überhaupt von Populismus und wie hat sich die politische Landschaft in den vergangenen Jahren auch in Europa verändert? Was können wir langfristig tun, um demokratische Werte zu stützen? Welches Hintergrundwissen und welche Methoden brauchen wir?

Diesen und weiteren Fragen wollen wir beim Fachtag nachgehen. Wir wollen informieren, aber auch zur Diskussion und Reflexion über die gesellschaftliche Verantwortung anregen, und wir geben Methoden für die pädagogische Praxis an die Hand.

Die Veranstalter behalten sich gem. § 6 VersG /Art. 10 BayVersG vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Organisationen angehören oder der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische, rassistische oder nationalistische Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren.

Antifa-Termine im Süden

  • 10. Mai - 2. Juli 2017

    Nürnberg: Ausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner“. Eine Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma.

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  • 29. Juni 2017

    Nürnberg: Veranstaltung: „Über Nazistrukturen, Ignoranz und bewusste Täuschung“. Eine Veranstaltung mit MdL Katharina König

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  • 6. Juli 2017

    Regensburg: Buchpräsentation „AfD & FPÖ“. Antisemitismus, völkischer Nationalismus und Geschlechterbilder. Mit Stephan Grigat, um 19.00

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  • 14. Juli 2017

    Nürnberg: Veranstaltung „Verbindungen des NSU nach München und Nürnberg“. Mit den Journalisten Jonas Miller

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  • 26. Juli 2017

    Nürnberg: Veranstaltung „Die haben gedacht, wir waren das“. Eine Buchlesung und ein Bericht vom

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Rechte Termine München

  • 23. - 25. Juni 2017

    „32. Bogenhausener Gespräche“ der „Burschenschaft Danubia“ (erneut aktualisiert!). Auch nach dem Umzug

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  • 26. Juni 2017

    PEGIDA-München Demonstration. Am heutigen Montag will Pegida mal wieder einen Aufmarsch durchführen.

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  • 27. Juni 2017

    Jugendveranstaltung mit AfD-Funktionär. Ausgerechnet die "Junge Volkshochschule" der MVHS und der BR-Jugendsender

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  • 28. Juni 2017

    "Deutsche Mitte" Infostand. Die radikal rechte und verschwörungsideologische Partei "Deutsche Mitte" plant

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  • 28. Juni 2017

    „PEGIDA“-Kundgebung.  Die Akteur_innen von „PEGIDA München e. V.“ wollen heute eine Standkundgebung

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Rechte Termine im Süden

  • 25. Juni 2017

    Nürnberg. Die Partei "Die Deutsche Mitte" plant heute ihren bayerischen Landesparteitag durchzuführen. 

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  • 27. Juni 2017

    Augsburg. Die extrem rechte "Identitäre Bewegung Schwaben" kündigt einen Stammtisch in Augsburg an.

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  • 28. Juni 2017

    Alxing: AfD-Veranstaltung. Der AfD-Kreisverband Erding-Ebersberg kündigt eine Veranstaltung „Euro oder Demokratie?“ an

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  • 29. Juni 2017

    Raum Fürth/Neustadt an der Aisch: AfD- Veranstaltung mit David Bendels. Der AfD-Kreisverband

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  • 30. Juni 2017

    Kolbermoor: AfD-Veranstaltung mit Beatrix von Storch. Der AfD-Kreisverband Rosenheim plant erneut eine

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