Antifaschistische Termine im Süden

Protest in München

In dieser Rubrik informieren wir über antifaschistische Protestaktionen, Kundgebungen, Demonstrationen, Ausstellungen, Konzerte und mehr in Süddeutschland.





21. November 2017

Nürnberg: Vortrag „Neonazistrukturen in Bayern“. Mit Jonas Miller, um 19.45 Uhr (Vokü ab 19.00 Uhr) im „Projekt 31“ (An den Rampen 31).

Aus der Ankündigung:

Der Journalist Jonas Miller wird die bestehenden Strukturen, das Gedankengut und die Inszenierung rechter Gruppen, insbesondere auch in Franken, analysieren.

25. November 2017

Rosenheim: Antifa-Cafe mit Workshop „Außerstädtische Perspektiven antifaschistischer Politik“. Um 15.00 Uhr im „Z - linkes Zentrum in Selbstverwaltung“ (Innstr. 45a).

Aus der Ankündigung der Infogruppe Rosenheim:

Das Offene Antifa Plenum Rosenheim lädt zum Antifa-Cafe ein. In diesem Rahmen wird ein Workshop der Gruppe „contre la tristesse“ zum Thema „Außerstädtische Perspektiven antifaschistischer Politik“ angeboten: Vor allem in Kleinstädten und ländlichen Gebieten haben es linke und linksradikale Strukturen oft schwer. Häufig sind konservative und rechtsradikale Einstellungen sowie geschichtsrevisionistische Brauchtumpflege in der Landbevölkerung verankert. Ihr gegenüber steht eine oft junge linke Szene, die mit vielfältigen strukturellen Problemen zu kämpfen hat. Haben sich linke Strukturen etabliert, sind diese durch die Abwanderung der Aktivist*innen in größere Städte stark bedroht. Das von früheren Gruppen etablierte Wissen muss ständig neu erarbeitet werden, sowohl inhaltlich als auch strukturell. Mit diesem Workshop wollen wir Konzepte und Strategien diskutieren, wie eine Organisation linksradikaler Gruppen im kleinstädtischen und ländlichen Raum möglich ist und erarbeiten, welche Perspektive antifaschistische Gesellschaftskritik und Praxis außerhalb der Großstädte hat und wie wir diese aufbauen und stärken können.

27. November 2017

Nürnberg: Vortrag „Die AfD und die soziale Frage“. Mit Stefan Dietl, um 19.00 Uhr im Haus Eckstein (Burgstraße 1-3).

Aus der Ankündigung zur Veranstaltungsreihe „Wer Demokratie WÄHLT keine Rassisten“:

Die besorgniserregenden Wahlerfolge und die zunehmende Verankerung der AfD in der deutschen Parteienlandschaft führen unter ihren Gegner*innen zu kontroversen Debatten darüber, wie der Rechtspartei zu begegnen sei. Während einige darauf setzen, die AfD als unsozial zu brandmarken und über ihre neoliberale Programmatik aufzuklären, verweisen andere auf die teils antikapitalistische Rhetorik führender Parteifunktionäre und warnen vor der gefährlichen Kombination aus rassistischer Hetze und sozialer Demagogie. Um zu klären, welche Rolle die soziale Frage in der AfD tatsächlich spielt, untersucht Stefan Dietl die sozialpolitische Ausrichtung der Partei anhand ihres im Mai 2016 verabschiedeten Grundsatzprogramms und der vorhergehenden Debatten zwischen den verschiedenen Flügeln der Partei. Dabei zeigen sich sowohl die marktradikalen Positionen der AfD als auch ihre im „völkischen Antikapitalismus“ verwurzelten Inhalte. Dem Autor gelingt eine anschauliche Darstellung der aktuellen sozial- und wirtschaftspolitischen Programmatik der AfD vor dem Hintergrund des Kräftezerrens zwischen Marktradikalen und völkischen Nationalisten. Doch Dietl liefert auch eine Problemanalyse bisheriger Versäumnisse der Gewerkschaften im Umgang mit der AfD und ihrem Klientel – und entwirft gewerkschaftliche Gegenstrategien.

29. November 2017

Dachau: „Verleugnung“ - Filmgespräch über rechtsextreme Geschichtsklitterungen. Um 19.00 Uhr Kino Cinema (Fraunhoferstraße 5).

Aus der Ankündigung der Evangelischen Versöhnungskirche/KZ-Gedenkstätte Dachau:

Die amerikanische Universitätsprofessorin Deborah Lipstadt (Rachel Weisz) wirft dem britischen Autor David Irving (Timothy Spall) die Verleugnung des Holocausts vor. Der verklagt sie daraufhin und veranlasst, dass der Prozess in England stattfindet. Durch das britische Justizsystem muss die Historikerin Lipstadt quasi beweisen, dass der Holocaust tatsächlich stattgefunden hat. Irving argumentiert im Prozess mit Faktenverdrehungen.

In Zeiten, in denen ein absurder Begriff wie „alternative Fakten“ üblich wird, ist dieser analytische Film von Mick Jackson über den Prozess vor 17 Jahren wichtig – auch im Blick auf den rechtsextremen Geschichtsrevisionsmus, der die NS-Verbrechen in Dachau und an anderen Orten verharmlost und eine ganz andere Geschichtspolitik fordert.

Nach der Filmvorführung (110 Minuten) wird im Kinosaal ein Nachgespräch angeboten.

In Kooperation mit: Cinema Dachau - Kartenreservierungen im Kino unter Tel. 08131/26699.

6. Dezember 2017

Augsburg: Buchvorstellung „Die AfD und die soziale Frage“. Mit Stefan Dietl, um 18.30 Uhr an der Universität Augsburg - HSI/C (Universitätsstraße 2). Der Eintritt ist frei.

Aus der Ankündigung:

Die DGB Jugend Augsburg und der Asta Augsburg laden herzlich zur Buchvorstellung "Die AfD und die soziale Frage" von Stefan Dietl mit anschließender Diskussionsrunde ein. Innerhalb von gerade einmal vier Jahren zog die Alternative für Deutschland (AfD) mit teils zweistelligen Ergebnissen in zwölf Landesparlamente ein. Mit der Wahl in den deutschen Bundestag 2017 ist sie endgültig zur erfolgreichsten Parteineugründung der Bundesrepublik geworden. Zu ihrem Programm gehört neben der Hetze gegen Migrant*innen und Geflüchtete, dem Kampf gegen die Rechte von Frauen und der Diskriminierung von Behinderten, Homosexuellen und Transgender, auch die Ausgrenzung von sozial Schwachen. Trotz ihrer neoliberalen Programmatik ist die Partei vor allem auch unter denjenigen erfolgreich, die von marktradikalen Umbaumaßnahmen besonders betroffen sind.

Für uns ist und bleibt die Afd KEINE Alternative für Deutschland.

Stefan Dietl, Autor des Buches „Die AfD und die soziale Frage“, analysiert die Entstehungsgeschichte der Alternative für Deutschland, wirft einen genaueren Blick darauf, welche Forderungen die AfD eigentlich vertritt und welche verheerenden Auswirkungen deren Umsetzung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hätte.

Als Veranstalter behalten wir uns vor, Gäste von der Veranstaltung auszuschließen.

7. Dezember 2017

Dachau: Veranstaltung „Die Abwertung von Menschen mit Behinderung – Erscheinungsformen und Gegenmaßnahmen“. Mit Dr. Sigrid Arnade, um 19.00 Uhr im Ludwig-Thoma-Haus (Erchana-Saal).

Aus der Ankündigung des Runden Tischs gegen Rassismus Dachau e. V.:

Ob im Gesundheitswesen, der politischen Arbeit oder im Alltag – Menschen mit Behinderung sind noch immer mit zahlreichen Benachteiligungen konfrontiert, die ihr Leben zum Teil erheblich beeinträchtigen. Zudem werden sie nicht selten auf ihre Beeinträchtigung reduziert, was mit einer Abwertung (aufgrund ihrer Beeinträchtigung) oder einer Aufwertung (trotz ihrer Beeinträchtigung) einher geht und Ableismus genannt wird. Dadurch machen Menschen mit Behinderung dieselbe Erfahrung, wie beispielsweise Personen mit Migrationshintergrund, die rassistisch diskriminiert und nicht als gleichberechtigtes Gegenüber wahrgenommen werden.

Dr. Sigrid Arnade zeigt in ihrem Vortrag anhand von Fallbeispielen das Konzept, die Mechanismen und die Folgen von Ableismus auf. Außerdem macht sie deutlich, wie der Staat, aber auch jede und jeder Einzelne diesem Phänomen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit entgegenwirken kann.

Info zur Referentin: Dr. Sigrid Arnade ist Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e. V. – ISL und hat bereits zahlreiche Publikationen über die Abwertung von Menschen mit Behinderung veröffentlicht.

9. Dezember 2017

Rosenheim: „good night - white pride“-Konzert. Konzert gegen Rechts mit vier Hardcore und Punkbands in der Vetternwirtschaft (Oberaustr.2).

Aus der Ankündigung der Infogruppe Rosenheim:

Am Samstag, 09.12.17 kommt die Berliner Hardcoreband EAT MY FEAR in die Rosenheimer Vetternwirtschaft. Gemeinsam mit .GRAM. (Hardcore aus München), ROHRZANGE (Punk aus dem Chiemgau) und DIGITALBOX (Punk aus Dachau) treten sie auf dem jährlich stattfindenden „good night white pride“-Konzert auf. Mit diesem Konzert wollen Bands und Veranstalter klar Position zu beziehen: Rassismus und Faschismus soll kein Millimeter Platz eingeräumt werden, auch nicht in der Musikszene.

10. Dezember 2017

Dachau: Verleihung des Dachau-Preises für Zivilcourage. Um 11.00 Uhr im Rathaus (Konrad-Adenauer-Straße 2-6).

Aus der Ankündigung der ev. Versöhnungskirche/KZ-Gedenkstätte Dachau:

Der Dachau-Preis für Zivilcourage wurde von der Stadt Dachau 2005 gestiftet. Mit ihm ehrt die Stadt Menschen, „die sich mit Mut, Phantasie und Engagement für die Rechte von Verfolgten und von diskriminierten Minderheiten einsetzen.“ Geehrt wird 2017 der Sozialrichter Dr. Jan-Robert von Renesse aus Nordrhein-Westfalen, der für Rentenzahlungen an überlebende Zwangsarbeiter aus den NS-Ghettos gestritten hat und dabei politischen Druck und berufliche Nachteile in Kauf nahm.

16. Dezember 2017

Rosenheim: Antifa-Cafe. Um 15.00 Uhr im „Z - linkes Zentrum in Selbstverwaltung“ (Innstr. 45a).

Aus der Ankündigung der Infogruppe Rosenheim:

Das Offene Antifa Plenum Rosenheim lädt zum Antifa-Cafe ein. In diesem Rahmen wird ein Workshop „Street Art against Street Harassment“ und die „Antifa Bastel-Werkstatt“ angeboten. Street Harassment ist für viele Menschen eine alltägliche Erfahrung. Und meint unerwünschte Kommentare, Gesten oder Handlungen gegenüber einer fremden Person im öffentlichen Raum. Diese stellen keine Komplimente, wie gerne behauptet wird, sondern eine Form der Machtausübung dar. Wie Künstler*innen dagegen mit ihrer Kunst Widerstand leisten, zeigen wir im Rahmen des Offenen Antifa Plenums Rosenheim in einem kurzen Vortrag zum Thema „Street Art against Street Harassment“ am 16. Dezember. Im Anschluss daran kann sich jede*r selbst beispielsweise im Siebdrucken, Stencilsschneiden, Transpismalen, Fanzinesschreiben ausprobieren. Ein Grundstock an Materialien ist vorhanden. Bringt Ideen und, wenn ihr Siebdrucken wollt, Kleidung/Stoff zum Bedrucken mit.

17. Dezember 2017

Rosenheim: Veranstaltung „Die AfD und die soziale Frag“. Vortrag und Diskussion mit Stefan Dietl, um 19.00 Uhr im Z – linkes Zentrum in Selbstverwaltung (Innstr. 45a).

Aus der Ankündigung der Infogruppe Rosenheim:

Am Sonntag 17.12.17 kommt der Gewerkschafter und Publizist Stefan Dietl nach Rosenheim und stellt sein aktuelles Buch „Die AfD und die soziale Frage“vor.

Innerhalb von gerade einmal vier Jahren zog die Alternative für Deutschland (AfD) mit teils zweistelligen Ergebnissen in dreizehn Landesparlamente ein. Mit der Wahl in den deutschen Bundestag wurde sie endgültig zur erfolgreichsten Parteineugründung der Bundesrepublik. Zu ihrem Programm gehört neben der Hetze gegen Migrant*innen und Geflüchtete, dem Kampf gegen die Rechte von Frauen und der Diskriminierung von Behinderten, Homosexuellen und Transgender, auch die Ausgrenzung von sozial Benachteiligten. Trotz ihrer neoliberalen Programmatik ist die Partei vor allem auch unter denjenigen erfolgreich, die von marktradikalen Umbaumaßnahmen besonders betroffen sind. Stefan Dietl wirft einen genaueren Blick darauf, welche Forderungen die AfD in der Wirtschafts- und Sozialpolitik eigentlich vertritt.

Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Z, dem linken Zentrum in der Rosenheimer Innstraße 45a. Der Eintritt ist frei. Organisiert wird die Veranstaltung von „Contre La Tristesse“ in Zusammenarbeit mit der Bibliothek_A, der infogruppe rosenheim und dem Kurt Eisner Verein.

Für die Veranstaltung gilt ein Einlassvorbehalt:

„Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.“

Antifa-Termine in München

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