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15. Dezember 2014

Würzburg. Zum fünften Mal infolge marschieren am Montagabend die Anhänger_innen der rassistischen „PEGIDA“-Bewegung („WÜGIDA“) in Würzburg auf.

'WÜGIDA'- bzw. 'PEGIDA'-Aufmarsch in Würzburg.  Foto: Robert Andreasch
‚WÜGIDA‘- bzw. ‚PEGIDA‘-Aufmarsch in Würzburg. Foto: Robert Andreasch
Um 18.30 Uhr treffen sich zunächst rund 55 Rassist_innen, Rechtspopulist_innen und Neonazis auf dem Residenzparkplatz. Für den Beginn ihrer Aktion begeben sie sich geschlossen in einem Aufzug in die Hofstraße gegenüber. Ihren kurzen Weg, der mitten durch eine antifaschistische Protestkundgebung führt, räumt das bayerische USK mit Schlägen und Pfefferspray.

Bei der Auftaktkundgebung versuchen die zwei als „Versammlungsleiter“ und „Anmelder“ auftretenden und überfordert wirkenden Würzburger Burschenschafter, das große Chaos unter den mittlerweile ca. 80 rechten Teilnehmenden zu ordnen.

Der Versammlungsleiter auf der Auftaktkundgebung zum rassistischen 'WÜGIDA'-Marsch.  Foto: Robert Andreasch
Der Versammlungsleiter auf der Auftaktkundgebung zum rassistischen ‚WÜGIDA‘-Marsch. Foto: Robert Andreasch
Unter den Angereisten sind nicht nur einige Akteur_innen der rechstpopulistischen Szene aus München, sondern auch ca. ein Dutzend Neonazis. Sie stammen aus dem verbotenen „Freien Netz Süd“ sowie aus der „Hammerskin-Nation“ um den ebenfalls anwesenden Andreas U. Einige Neonazis sind bei der Versammlung vollständig vermummt. Der „Generalsekretär“ der rechtspopulistischen Splitterpartei „Die Freiheit“ (DF), Gernot H. Tegetmeyer (Fürth), trägt ein Transparent mit Werbung für das rassistische und antisemitische Internetportal „Politically Incorrect“. Tegetmeyer versucht heute, sich mit Lederhandschuhen und schwarzem Kapuzensweatshirt wie ein Hooligan zu kleiden.

Fronttransparent beim abendlichen 'WÜGIDA'-Aufmarsch.  Foto: Robert Andreasch
Fronttransparent beim abendlichen ‚WÜGIDA‘-Aufmarsch. Foto: Robert Andreasch
Die versammelten Rechten ziehen dann mit Deutschlandfahnen und Transparenten („Politiker + Kirchen stoppt Eure Islamisierungspolitik!“) die nicht einmal zweihundert Meter bis zur Kreuzung an der Domerpfarrgasse. Neonazis und andere Rassist_innen attackieren dabei einen Fotografen und einen Kameramann. Der rassistische Aufzug wird an der „Sparkassenkreuzung“ von hunderten Würzburger Gegendemonstrant_innen lautstark mit buntem Protest („Haut ab!“) empfangen. Die Teilnehmenden des angeblichen „Schweigemarsches“ brüllen daraufhin „Wir sind das Volk“. Nach wenigen Metern Rückmarsch wird die rassistische Versammlung von den Verantwortlichen schon wieder aufgelöst.

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