Gesammelte Artikel zur "Oldschool Society"

OSS: „Ausländerfeindlich“ oder „ausländerkritisch“?

Am 13. und 14. Juli 2016 beschäftigte sich der Staatsschutzsenat des Oberlandesgericht München im Prozess gegen die „Oldschool Society“ (OSS) mit der Vernehmung des Umfelds von Denise Vanessa G. und ihres Lebensgefährten und Mitangeklagten Markus W. und einer BKA-Beamtin, die die Facebook-Auftritte der Gruppe auswertete. Der Richter bemühte sich um Klärung, ob man sich bei der „Oldschool Society“ nun „ausländerfeindlich“ oder „ausländerkritisch“ äußerte.

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Bericht vom 19. Prozesstag gegen die "Olschool Society" (OSS):

Die OSS sei bis zu den Razzien und Festnahmen am 6. Mai letzten Jahres von den Behörden überschätzt worden. Das erklärte der Vertreter der Bundesanwaltschaft (BAW) am Mittwoch, 3. 8. 2016, vor der Sommerpause am Rande des Gerichtsprozesses gegen vier Mitglieder der mutmaßlichen Terrorgruppe in München. Dass die Truppe dennoch brandgefährlich war, zeigten die Vernehmungen ehemaliger Mitglieder, gegen die zum Teil noch ermittelt wird, durch den Staatsschutzsenat am Münchner Oberlandesgericht. Die BAW trat dem Antrag, die Haft gegen die »Schriftführerin« der Gruppe aufzuheben, entgegen.

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Geheimrat vor Gericht.

 In München läuft der Prozess gegen Mitglieder der „Oldschool Society“.

Angeklagte und nicht Angeklagte:



Andreas H. aus Augsburg firmierte als „Präsident“ der seit spätestens 2014 bestehenden Gruppe. In einem abgehörten Telefonat erwiderte er auf den Vorschlag, eine Nagelbombe in einer Geflüchtetenunterkunft zu zünden: „Tät mir schon gefallen, wär schon nach meinem Geschmack“. Die Idee hierzu hatte „Vizepräsident“ Markus W. geliefert, der in Sachsen ein Sicherheitsgewerbe aufzubauen versuchte. „Deswegen habe ich schon gedacht, hier, so ein Cobra 11, hier, weißt Du, hier Dachpappenstifte draufmachen mit Sekundenkleber ringsum, (...) im Asylheim so, weißt Du, Fenster eingeschmissen und dann das Ding hinterhergejagt“. Die „Cobra 11“-Sprengsätze soll W.s Freundin Denise Vanessa G. besorgt haben, die bei der OSS den Posten der „Schriftführerin“ innehatte. Olaf O. aus Nordrhein-Westfalen agierte als „Pressesprecher“, innerhalb der Gruppe soll er massiv für militante Aktionen plädiert haben: „Asylantenheim, Antifaquartier oder Ölaugen umschuppen“. O. schlug vor, die OSS solle einen Anschlag auf den Kölner Dom begehen, um ihn „Ausländern und Salafisten in die Schuhe zu schieben“.

Die Bundesanwaltschaft hat schlussendlich nur diese vier Neonazis aus dem inneren Zirkel der OSS, dem sogenannten „Geheimrat“, angeklagt, aber z. B. nicht „Sprengmeister“ Kevin L. (Limburg), der eine Moschee angreifen wollte, oder den OSS-Postfachinhaber Florian W. Die Struktur der „Oldschool Society“ wurde durch die Razzien und Festnahmen nicht zerschlagen: ein Teil der ehemaligen OSS-Mitglieder ist unter dem Namen „Odins Germanische Familie“ weiter zusammen aktiv.

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