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1. April 2006
WÜRZBURG. Vier Naziskinheads fallen am Abend am Bahnhofsplatz über einen Punk her. Die angreifenden Nazis werfen ihn in eine Schaufensterscheibe, die dadurch zerbricht.
1. April 2006GEISELHÖRING. "Sonderverkauf" des Wikingerversands am Vormittag 1. April 2006CHAM. Neonazi-Aufmarsch der "Freien Nationalisten Cham", "KS Asgard Ratisbona" und "Kameradschaft 26"unter dem Motto "Musik- und Meinungsfreiheit erhalten! Freiheit für Lunikoff und alle politischen Gefangenen" mit rund 90 TeilnehmerInnen. "Lunikoff" ist der Aliasname von Michael Regener, derzeit inhaftierter Sänger der nach §129 ("kriminelle Vereinigung") abgeurteilten Berliner Nazi-Band "Landser". Es werden u. a. die Droh-Parolen "Linkes Gezeter, neun Millimeter" und "Wir sind hier, wir sind da, deine Anti-Antifa" skandiert. Anwesend sind u. a. Willi Wiener, Daniel Scherer und Ewald Ehrl, (Deutsche Partei Oberpfalz, Ex-BayernPartei; Gleißenberg). Als Redner tritt unter anderem Philipp Hasselbach (AN München, JN München) auf. Außerdem spielt der oberbayerische Liedermacher Felix Benneckenstein (JN Bayern) alias "Flex" Lieder der Band "Landser" nach. 4. April 2006
CHAM. Wieder einmal bestägt sich, dass neonazistische Ideologie und Gewalt untrennbar miteinander verbunden sind. Drei Tage nach dem Naziaufmarsch in Cham am 1. April 2006 (Parolen dort u. a. "Ali, Mehmet, Mustafa, geht zurück nach Ankara" und "Cham bleibt deutsch") greifen gegen 21.00 Uhr vier Neonazis einen Iraker am Bahnhof Cham an. Die eindeutig der rechten Szene zuzuordnenden Männer im Alter von 15, 16, 17 und 19 Jahren aus dem Landkreis Cham beschimpfen den wartenden Iraker erst rassistisch, verfolgen ihn und schlagen ihn dann zusammen. Das Opfer erleidet schwere Gesichtsverletzungen und muss stationär im Krankenhaus behandelt werden.
5. April 2006
LAUFEN. Das Amtsgericht Laufen verurteilt den Salzburger Verleger Edgar David zu einer Geldstrafe von 1500 Euro (30 Tagessätze), weil er Postkarten mit dem Kopfbild Adolf Hitlers verkauft hatte. Das Gericht wertet den Abdruck des Hitler-Kopfes auf Postkarten mit Obersalzberg-Motiven als "Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen". Vor der Rücknahme vom Markt waren bereits 1.000-2000 Karten verkauft worden.
6. April 2006
MÜNCHEN. Vor dem Amtsgericht München versucht Roland Wuttke ("Pro München", NPD u. a.) erfolglos, gegen einen Bußgeldbescheid (200 Euro) aus dem Jahr 2004 vorzugehen. Die Stadt München hatte diesen verhängt, da auf der Wuttke-eigenen Internet-domain "d-direkt-deutschland" ab dem 7. November 2004 zu einer Versammlung am 9. November in der Münchner Innenstadt aufgerufen wurde, obwohl diese bereits am 5. November 2004 verboten worden war. Am Jahrestag der Reichspogromnacht (!) wollten Norman Bordin (als Anmelder) und Roland Wuttke (als Versammlungsleiter) "gegen Terror" (angeblich vom israelischen Staat ausgehend) aufmarschieren. Eine Versammlung Münchner Neonazis am Goetheplatz trotz des Verbots wurde damals polizeilich unterbunden.
8. April 2006
WUNSIEDEL. Rechtsrock-Konzert mit Hate for Breakfast (Italien), Braune Brüder (Wunsiedel) und SKD in der Neonazi-Kneipe "Lokalbahn".
15. April 2006
RODING (Oberpfalz). Bei einer Saalveranstaltung der JN Bayern sprechen der bayerische JN-Landesvorsitzende Mike Nwaiser, Philipp Hasselbach (beide München), Alexander Hohensee (Hamburg) sowie Michael Pongratz (Cham). Anschließend spielt der oberbayerische Liedermacher Flex.
16. April 2006
WUNSIEDEL. Rechtsrock-Konzert "Rock against Communism (RAC)" mit den Bands "KTE" und "Priorität" in der Neonazi-Kneipe Lokalbahn
25. April 2006MÜNCHEN. Mahnwache der NPD München und Oberbayern zum "Gedenken an den Ostfrontkämpfer Reinhold Elstner", der sich 1995 an der Feldherrnhalle selbst verbrannte, um ein "Fanal gegen die Verleumdung und Verteufelung des deutschen Volkes" zu setzen. Rund 20 Neonazis finden sich am Marienplatz zur Kundgebung ein, darunter Roland Wuttke, Norman Bordin, Wolfgang Dambach, Pia Veitl, Thomas Wittke, Renate Werlberger und Willi Wiener (Regensburg). ![]() Neonazi-Mahnwache mit Roland Wuttke (2.v.re.)
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